Montag, Januar 30, 2023
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Rakete traf Selenskyjs Haus: Dutzende werden nach Angriff in Dnipro noch vermisst

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Es ist einer der schwersten russischen Angriffe auf ukrainische Städte in jüngster Zeit: Ein Wohnhaus in Dnipro wird durch einen Raketeneinschlag schwer beschädigt. Bisher wurden 30 Todesfälle bestätigt. Der ukrainische Präsident Selenskyj geht davon aus, dass Dutzende Menschen beerdigt wurden.

Nachdem am Samstag eine russische Rakete ein Hochhaus in der zentralukrainischen Stadt Dnipro getroffen hat, werden nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch Dutzende Einwohner vermisst. Rettungskräfte hätten in den Trümmern des Wohnhauses weiter nach mehr als 30 Menschen gesucht, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt in seiner Videoansprache. „Wir kämpfen für jeden Menschen“, betonte er. „Und die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt, solange auch nur die geringste Chance besteht, ein Leben zu retten.“ Gleichzeitig bedankte sich Selenskyj für die internationale Anteilnahme.

Die Zahl der Toten nach dem verheerenden russischen Angriff ist nach offiziellen Angaben inzwischen auf 30 gestiegen. Unter den Toten sei auch ein Kind gewesen, hieß es. Weitere 73 Menschen wurden verletzt. Doch mehr als 24 Stunden nach dem Angriff sinken die Hoffnungen, dass die Rettungskräfte im Winterfrost noch Lebendverschüttete finden.

Retter berichteten, Schreie unter den Trümmern gehört zu haben. Bürgermeister Borys Filatow sagte, er rechne mit Dutzenden Toten. Nach Angaben einer Sprecherin des Regionalgouverneurs lagen am Sonntag noch 30 Verletzte im Krankenhaus. Ein Teil des Gebäudes war vollständig zerstört worden. Nach offiziellen Angaben wurden bisher 38 Menschen gerettet, darunter sechs Kinder.

In seiner Videobotschaft wandte sich Selenskyj auch auf Russisch an die Menschen im Nachbarland: „Ich möchte mich an alle in Russland wenden, die auch jetzt nicht ein paar verurteilende Worte für diesen Terror haben, obwohl sie alles klar sehen und verstehen . Ihr feiges Schweigen wird nur dazu führen, dass diese Terroristen eines Tages hinter Ihnen her sind.“

Der ukrainische Generalstab sagte, Russland habe am Samstag drei Angriffswellen gestartet, unter anderem mit 57 Raketen. 26 von ihnen wurden abgeschossen. Der Armeezweig der Ukraine im Süden sagte, Russland habe nur die Hälfte der Marschflugkörper abgefeuert, die es im Schwarzen Meer in Bereitschaft versetzt hatte. „Das zeigt, dass sie noch Pläne haben“, sagte Sprecherin Natalia Humeniuk.

Die Angriffe trafen auch Teile der Infrastruktur in Kiew und an anderen Orten. Die Stromversorgung in der Hauptstadt und weiten Teilen des Landes sei eingeschränkt, teilten die Behörden mit. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Raketenangriffe und sagte, alle Ziele seien getroffen worden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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