Dienstag, September 27, 2022
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Raketenabwehr: Deutschland will Israelis "Pfeil 3"-System

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Bisher hat die Bundesregierung geschwiegen, welchen Anti-Raketen-Schild sie kaufen will. Als die ARD-Hauptstadtstudio erfuhr, die Entscheidung für das „Arrow 3“-System soll aus Israel kommen.

Die deutschen Pläne für einen Raketenabwehrschild werden konkreter: Bundeskanzler Olaf Scholz sprach am Montag in seiner Rede an der Karls-Universität in Prag von einem „Sicherheitsgewinn für ganz Europa“. Er kündigte die Einrichtung eines Luftverteidigungssystems in Zusammenarbeit mit europäischen Nachbarn an. Um welches System es gehen soll, sagte die Kanzlerin nicht. Als die ARD-Hauptstadtstudio Wie aus Regierungskreisen zu erfahren ist, versucht Deutschland, das israelische „Pfeil 3“-Modell umzusetzen.

Das ist nicht ganz verwunderlich: Bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges hatte sich Interesse an genau diesem System gezeigt. Auch eine Bundestagsdelegation war nach Israel gereist, um sich darüber zu informieren. „Arrow 3“ ist ein Schutzschirm, der anfliegende Raketen in einer Höhe von über 100 Kilometern zerstören kann. Experten zufolge hat Deutschland gerade für dieses Langstreckengebiet eine Abwehrlücke, für die Bedrohung durch ballistische Flugkörper aus dem All.

Klar ist, dass der Kauf mit den europäischen Nachbarn abgestimmt werden soll: Bundeskanzler Scholz nannte die Niederlande, Polen, das Baltikum – also Estland, Lettland, Litauen – sowie Tschechien, die Slowakei und Skandinavien als mögliche Partner. Allerdings ist noch nichts unterschriftsreif.

Die Kosten des Schutzschilds wurden zuletzt auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt. Je größer die Gruppe potenzieller europäischer Partner, desto günstiger könnte das Projekt werden. Parallel zu den sinkenden Kosten für jeden einzelnen Staat dürfte jedoch der Abstimmungsbedarf steigen.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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