Mittwoch, Februar 8, 2023
StartNACHRICHTENRaketenangriff auf Wolkenkratzer In Dnipro verschüttete Menschen rufen um Hilfe

Raketenangriff auf Wolkenkratzer In Dnipro verschüttete Menschen rufen um Hilfe

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Am Samstag schlagen die „Terroristen“ aus Russland erneut zu. Beim ersten großen Raketenangriff seit Silvester zerstören sie ein Wohnhaus in der Ukraine. In den Trümmern von Dnipro suchen Rettungsteams und Freiwillige mit bloßen Händen nach Überlebenden.

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein bewohntes Hochhaus in der ukrainischen Stadt Dnipro sind nach vorläufigen Angaben der Behörden mindestens 14 Menschen getötet worden. Mindestens 64 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Valentyn Resnichenko, im Onlinedienst Telegram. Unter den Toten war auch ein 15-jähriges Mädchen. Ihm zufolge wurden sieben Kinder verletzt, das kleinste war erst drei Jahre alt.

Es gebe noch Überlebende in den Trümmern, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. Manchmal suchen Rettungsteams und Freiwillige mit bloßen Händen nach Opfern. „Einige senden Textnachrichten“, sagte der stellvertretende Bürgermeister von Dnipro in einem Video in den sozialen Medien. Aus den Trümmern sind auch Rufe zu hören.

Der Raketenangriff soll 72 Wohnungen zerstört haben. Insgesamt seien zwischen 100 und 200 Personen in dem Haus gemeldet worden, sagen die Behörden. Mehr als 1000 Menschen müssten in warmen Unterkünften versorgt werden.

Ukrainischen Medienberichten zufolge zeigten unter den Trümmern verschüttete Anwohner im Dunkeln auch mit Taschenlampen auf Mobiltelefonen an, wo sie sich unter den Trümmern befanden, um gerettet zu werden. Laut Videos, die in sozialen Medien gepostet wurden, schrien viele auch.

Die Präsidialverwaltung in Kiew hat Fotos und Videos des zerstörten Gebäudes veröffentlicht. Der Leiter des Präsidialbüros in Kiew, Andriy Yermak, zeigte sich entsetzt: „Russen sind Terroristen, die für alles bestraft werden. Jeder – ohne Ausnahme.“ Er sagte, die Flugabwehr und die Luftwaffe machten ihre Arbeit. „Wir werden uns wehren“, betonte er. Der Feind ändert seine Taktik nicht und greift weiterhin die zivile Infrastruktur an.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den „russischen Terror“. Mit Blick auf die Bergungsarbeiten sagte er: „Wir kämpfen für jeden Menschen, für jedes Leben.“ Die Verantwortlichen für diese Bluttat würden gefunden und bestraft.

Der Raketeneinschlag in Dnipro war der folgenreichste von mehreren Anschlägen am Samstag. Im ganzen Land gab es zeitweise Luftalarm. Es war der erste große russische Angriff dieser Art seit dem Jahreswechsel. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden am Samstag 25 von 38 russischen Raketen abgeschossen.

Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor möglichen neuen Angriffen gewarnt. Dementsprechend waren tagsüber zahlreiche russische Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95 in der Luft. Zudem hätten russische Kriegsschiffe Stellungen im Schwarzen Meer bezogen, von denen auch immer wieder Raketen abgefeuert werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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