Mittwoch, November 30, 2022
StartNACHRICHTENReaktion auf den russischen Abzug Kadyrow befürwortet einen taktischen Atomschlag

Reaktion auf den russischen Abzug Kadyrow befürwortet einen taktischen Atomschlag

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Die Ukraine erobert erneut eine strategisch wichtige Stadt im Donbass im Kampf gegen Russland. Tschetscheniens Machthaber Kadyrow forderte daraufhin „drastischere Maßnahmen“, um die ukrainische Offensive zu stoppen. Er kritisierte die russischen Kommandeure für den Abzugsbefehl.

Der Machthaber der russischen Republik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, fordert eine Untersuchung des Atomwaffeneinsatzes in der Ukraine. Grund dafür ist der russische Rückzug aus der strategisch wichtigen Stadt Lyman im Donbass. Auf Telegram kritisierte Kadyrow die russischen Kommandeure für den Abzug und forderte: „Meiner persönlichen Meinung nach sollten drastischere Maßnahmen ergriffen werden, bis hin zur Verhängung des Kriegsrechts in den Grenzregionen und dem Einsatz von Atomwaffen mit geringer Sprengkraft. „

Kadyrows Drohung geht einen Schritt weiter als der Kreml. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag Vereinbarungen zur Annexion von vier Regionen in der Ukraine unterzeichnet, die ganz oder teilweise von Moskau kontrolliert werden. Mit der Annexion betrachtet die russische Führung diese Gebiete als russisches Territorium. Wenn es zu Angriffen auf diese Regionen kommt, handelt es sich um einen Angriff auf die Russische Föderation, was laut Moskau den Einsatz strategischer Atomwaffen rechtfertigen würde. „Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht ist, werden wir unbedingt alle verfügbaren Mittel einsetzen, um Russland und unser Volk zu schützen. Das ist kein Bluff“, sagte Putin letzte Woche, als er die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Krieg ankündigte.

Laut Mykhailo Podoliak, einem Berater des ukrainischen Präsidialamts, sollten die Drohungen ernst genommen werden. Es sei nicht undenkbar, dass Moskau Atomwaffen einsetzen könne, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Angesichts der internen Panik in der Russischen Föderation und zunehmender militärischer Niederlagen steigt das Risiko dafür.“

Ein Stoppen der ukrainischen Offensive kommt für Podoliak jedoch nicht in Frage. Es sei nicht die Ukraine, die Russland „in einem nuklearen Wahnsinn“ stoppen könne und solle, sagte er. „Die Frage des möglichen Einsatzes von Atomwaffen sollte ausschließlich auf der Ebene der Mitgliedsländer des Nuklearclubs und streng im Rahmen der nuklearen Abschreckungsdoktrin gelöst werden.“ Russland müsse sich der Verantwortung und der Möglichkeit bewusst sein, „als Antwort einen wirksamen Schlag zu erhalten“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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