Dienstag, September 27, 2022
StartNACHRICHTENRede auf der UN-Generalversammlung Lapid für einen unabhängigen palästinensischen Staat

Rede auf der UN-Generalversammlung Lapid für einen unabhängigen palästinensischen Staat

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In einer Rede vor der UN-Generalversammlung unterstützt Israels Ministerpräsident die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Einzige Bedingung: Der Terror muss aufhören. Zu Hause schlägt Lapids Vorschlag Wellen.

Der israelische Ministerpräsident Jair Lapid sprach sich vor den Vereinten Nationen für die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates aus. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass ein solcher Staat friedlich sein müsse, sagte Lapid vor der UN-Vollversammlung in New York. „Frieden ist kein Kompromiss, es ist die mutigste Entscheidung, die wir treffen können.“ Israel strebt Frieden mit der gesamten arabischen Welt an.

Eine Mehrheit der Israelis befürworte eine Zwei-Staaten-Lösung, sagte der Regierungschef. „Ich bin einer von ihnen.“ Ein zukünftiger palästinensischer Staat „darf nicht zu einer weiteren Terrorbasis werden“. Israel will in Frieden und Sicherheit leben. Lapid wandte sich auch an die Menschen im blockierten Gazastreifen und bot an, ihre Wirtschaft gemeinsam aufzubauen. „Wir haben nur eine Bedingung: Hören Sie auf, Raketen auf unsere Kinder zu schießen, legen Sie Ihre Waffen nieder.“ Man könne dann „im Gazastreifen und im Westjordanland eine gemeinsame Zukunft aufbauen“.

In Israel war bereits vor Lapids Rede Kritik an der Idee geäußert worden, sowohl von der Opposition als auch vom rechten Flügel seiner Koalition. Am 1. November wählt Israel ein neues Parlament. Der rechte Oppositionsführer Benjamin Netanjahu, ein ehemaliger Regierungschef, strebt ein Comeback an.

Israel und die Palästinenser unterzeichneten 1993 den ersten Friedensvertrag. Danach wurde im Gazastreifen und in Teilen der Westbank eine palästinensische Selbstverwaltung errichtet. Seit 2007 regiert die islamistische Hamas den Gazastreifen. Die Palästinenser hatten gehofft, dass das Friedensabkommen mit Israel langfristig zu einem unabhängigen Staat führen würde. Allerdings liegen die Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung seit 2014 im Leerlauf. Israel eroberte im Sechs-Tage-Krieg 1967 das Westjordanland und Ost-Jerusalem. Die Palästinenser fordern die Gebiete für einen eigenen Staat – mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

In seiner Rede warnte Lapid auch vor der nuklearen Aufrüstung des Iran, die er als „mörderische Diktatur“ bezeichnete. Die einzige Lösung ist eine glaubwürdige militärische Drohung und die Aushandlung eines „längeren und besseren Deals“ mit Teheran.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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