Samstag, Dezember 10, 2022
StartNACHRICHTENReformstreit mit Rom schwelt Deutsche Bischöfe machen gutes Wetter beim Papst

Reformstreit mit Rom schwelt Deutsche Bischöfe machen gutes Wetter beim Papst

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Zwischen allen Stühlen sitzen die deutschen Bischöfe. Zu Hause sollen sie Reformen vorantreiben, in Rom gelten sie als spaltende Elemente, die von der katholischen Lehre abgefallen sind. Bei einem Pflichtbesuch im Vatikan sprechen sie mit dem Papst. Er ist kein Fan des synodalen Weges.

Bei einem Besuch im Vatikan sprachen die deutschen Bischöfe mit Papst Franziskus über den synodalen Weg. „Das zweistündige Treffen hatte die Form einer offenen Diskussion, in der die Bischöfe ihre Fragen und Themen einbringen konnten und der Papst individuell antwortete“, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) mit. Dabei ging es auch um die Themen Seelsorge oder das Engagement von Laien in der Kirche. Die Bischöfe waren im Rahmen ihres Ad-limina-Besuchs beim Papst – dem obligatorischen Besuch der Bischöfe im Vatikan alle fünf Jahre.

Die deutschen Bischöfe wollen am Freitag mit den Spitzen wichtiger vatikanischer Autoritäten weiter über den synodalen Weg – den umstrittenen Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche – und den von Franziskus initiierten weltweiten synodalen Prozess sprechen.

Der Heilige Stuhl beobachtet die Pläne in Deutschland, etwa Frauen in höhere kirchliche Ämter zuzulassen, mit großem Misstrauen. Zuletzt hatte der Papst am Ende seiner Reise nach Bahrain vor einer Abspaltung von Rom gewarnt und den deutschen Katholiken vorgeworfen, eine weitere evangelische Kirche anzustreben. Um die Kirchenkrise in Deutschland zu überwinden, sollten sich Katholiken auf die Wurzeln ihres Glaubens besinnen. Mit klarem Bezug auf den synodalen Weg kritisierte Franziskus: „Und dann verfallen wir in rein ethische Debatten, in Diskussionen nach dem aktuellen Zeitgeist, in kirchenpolitische Diskussionen, in Diskussionen, die nicht aus der Theologie kommen und nicht an die herankommen Kernstück der Theologie“.

Befürworter der Reformen hingegen behaupten, dass sich die Kirche stärker an die gesellschaftliche Realität anpassen müsse und sehen sich in Franziskus’ weltweitem synodalen Prozess teilweise bestätigt. Dazu mussten die Bischofskonferenzen der Welt Antworten auf einen Fragenkatalog vorlegen, aus dem hervorging, dass auch andere katholische Gemeinden in der Welt ähnliche Reformwünsche haben.

Ein weiteres Thema des Bischofsbesuchs könnte die ungeklärte Personalfrage um Kardinal Rainer Maria Woelki im Erzbistum Köln sein. Francis hat seinen Rücktrittsantrag. Allerdings ist unklar, ob und wann er diese annehmen wird und der umstrittene Erzbischof in Köln zurücktreten wird.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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