Dienstag, Januar 25, 2022
StartNACHRICHTENRegelungen in den Bundesländern: Wann zähle ich als Booster?

Regelungen in den Bundesländern: Wann zähle ich als Booster?

- Anzeige -

2G Plus gilt mittlerweile in vielen Bereichen. Geimpfte oder geheilte Personen müssen ebenfalls getestet werden, mit Ausnahme derjenigen, die aufgefrischt wurden. Bundesländer definieren „erweitert“ aber anders.

In der Corona-Pandemie ist der Impfstatus einer Person nicht nur zum Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung wichtig, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Das sogenannte gilt seit Montag in vielen Bundesländern 2G-Regel plus, zum Beispiel in der Gastronomie. Das bedeutet: nur wer geimpft, erholt oder aktuell negativ getestet ist im Restaurant oder Pub erlaubt. Das „Plus“ kann aber auch durch die Auffrischimpfung befriedigen. Wer seinen Immunschutz aufgefrischt hat, kann dann ohne Test essen gehen.

Aber wer als „empowered“ gilt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Das ZDFheute hat die Gesundheitsministerien aller 16 Länder um Informationen dazu gebeten und gut die Hälfte hat geantwortet. Ein Überblick über die Situation:

Einfach loslegen: Jeder, der zwei Dosen der Impfstoffe von Astrazeneca, Biontech oder Moderna erhalten hat, gilt als vollständig geimpft. Wer nachträglich eine Auffrischimpfung erhalten hat, gilt als „aufgeimpft“ und ist ggf. in allen Bundesländern von der Pflicht zur Prüfung der 2G-Plus-Regelung befreit. In Deutschland wurden Auffrischimpfungen mit Biontech- und Moderna-mRNA-Impfstoffen durchgeführt und derzeit etwa 45 Prozent der Bevölkerung „aufgefrischt“.

Etwas verwirrender ist es für Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben: Bei diesem Impfstoff galten Impflinge nach einer Einzeldosis als vollständig geimpft, sodass man annehmen könnte, dass sie nach einer Auffrischimpfung als aufgefrischt gelten. Dies ist derzeit nur in den Bundesländern Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen der Fall.

Auch Bundesländer gehen bei Durchbruchimpfungen ganz unterschiedlich vor: Während eine Corona-Infektion nach zwei Impfungen in Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen zum „geboosterten“ Bundesland führt, gilt diese Regelung nicht für Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und Thüringen. Hier müssen diejenigen, die sich von einer Durchbruchimpfung erholt haben, auch die Auffrischimpfung erhalten, um als „aufgefrischt“ zu gelten.

Laut ZDFheute-Umfrage in Baden-Württemberg und Bremen gibt es insbesondere viele weitere Ausnahmen von der Testpflicht und dem „Booster“-Status. Als verbessert gelten auch diejenigen, die ohne Impfschutz genesen sind, deren PCR durch die Coronavirus-Infektion nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Und als „erweitert“ im Sinne der 2G-Plus-Verordnung gelten Menschen, die „nur“ vollständig geimpft sind, ihre letzte Impfung aber weniger als drei Monate zurückliegt. Personen, für die eine Auffrischimpfung von der Ständigen Impfkommission nicht empfohlen wird, also Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren* und Schwangere, sind im ersten Schwangerschaftstrimester ebenfalls von der Untersuchung nach dieser Verordnung ausgenommen.

Die Testausnahme nach der 2G-Plus-Verordnung war bereits im Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vom 14. Dezember 2021 Thema. Die GMK hat das Bundesgesundheitsministerium gebeten zu prüfen, ob weitere Personengruppen zugelassen werden dürfen von der Nachweispflicht befreit. Die Ergebnisse dieser Überprüfung stehen derzeit noch aus, dürften aber in naher Zukunft zu einheitlicheren Regelungen führen.

* Die Nachricht, dass Stiko jetzt auch Corona-Auffrischungsimpfungen für Kinder im Alter von 12-17 Jahren empfiehlt, wurde erst nach Beantwortung unserer Umfrage bekannt.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare