Freitag, August 12, 2022
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Rifka Lambrecht: Die 21-Jährige, die Scholz ins Schwitzen bringt

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Rifka Lambrecht und Olaf Scholz waren sich bei Maybrit Illner uneins. Was bringt einen 21-Jährigen dazu, sich mit der Kanzlerin zu streiten? Die Antwort: viel Frust.

 

Rifka Lambrecht befürchtet, dass junge Menschen in der Krise, die wir durchmachen, Verluste erleiden werden. Das machte er der Bundeskanzlerin Maybrit Illner deutlich. Olaf Scholz rechtfertigt sich, doch der 21-Jährige scheint mit seinen Äußerungen zur Klimakrise und anderen wichtigen Zukunftsproblemen nicht überzeugend zu reagieren.

 

Aber wer ist Rifka Lambrecht, die die Kanzlerin so ins Schwitzen brachte? Die 21-Jährige studiert Politikwissenschaft in Berlin und beschäftigt sich aufgrund ihres Studiums bereits mit Generationenfragen, Klima- und Finanzpolitik. In ihrer Freizeit engagiert sich Lambrecht außerdem im Jugendbeirat der Stiftung Generationen. Besonders bewegt sie die Klimakrise und die daraus resultierenden sozialen Probleme.

 

Angefangen hat alles mit einer „Extinction Rebellion“-Konferenz zur Klimakrise, zu der Lambrecht mehr oder weniger zufällig kam. Doch das habe ihr „die Augen geöffnet“, wie sie selbst sagt. „Das war ein Schlüsselmoment. Mir wurde klar, in welcher Krise wir uns befinden.“ Die Studentin schließt sich den Protesten an und äußert ihre Bedenken. Doch bald bekommt er das Gefühl, dass Aktivisten auf der Straße nicht genug zugehört werden.

 

Deshalb engagiert sie sich in der Generations Foundation. Dort arbeitet er mit anderen Jugendlichen unter anderem an der Frage, wie Klimaschutz gesellschaftsfähig gemacht oder gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden können.

 

Sie sind von der Politik der Kanzlerin nicht überzeugt. Scholz versprach eine fortschrittliche Politik fernab des Fossilienzeitalters. Der 21-Jährige ist frustriert über die Verabschiedung eines Gesetzes wie das der EU-Taxonomie. „Ich habe das Gefühl, dass er seine Versprechen nicht hält.“

 

Nachdem sich die beiden vor laufender Kamera des ZDF kennengelernt hatten, sprachen die Kanzlerin und Rifka Lambrecht nach der Aufzeichnung noch einmal miteinander, sagt er. Er erklärte ihr viel, aus welchen Gründen sie wirkt und wie.

 

Was er vorhabe, kommuniziere der Kanzler aber nicht öffentlich, sagt Lambrecht. Das frustriert sie. „Wir brauchen auch eine politische Kommunikation vor laufender Kamera, die Fehler zugibt und konkrete Veränderungen benennt.“ So bekommt man das Gefühl, dass es „keinen Plan“ gibt. Hat Sie das Gespräch mit Scholz vom Gegenteil überzeugt? Lambrecht lacht kurz. „Nein.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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