Dienstag, September 27, 2022
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Ringtausch für die Ukraine: Tschechien erhält deutsche Leopard-2-Panzer

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Beim Besuch von Bundeskanzler Scholz besiegelten Deutschland und Tschechien den geplanten Panzerringtausch zugunsten der Ukraine. Noch in diesem Jahr soll der erste deutsche Leopard 2 nach Tschechien geliefert werden.

Die Tschechische Republik erhält 14 deutsche Kampfpanzer Leopard 2 und einen Bergungspanzer Buffalo als Entschädigung für T72-Panzer sowjetischer Bauart, die in die Ukraine geliefert wurden. Das gab Bundeskanzler Olaf Scholz heute in Prag bekannt. Den Ringtausch habe er nun „ganz konkret“ mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala vereinbart.

Fiala betonte, dass der Ringtausch nun „abgeschlossen“ sei. „Die ersten Panzer werden noch vor Ende des Jahres in die Tschechische Republik kommen.“ Dies sei ein „großer Schritt“ in der Verteidigung. Scholz betonte auch, dass das Abkommen „die Zusammenarbeit zwischen der tschechischen und der deutschen Verteidigungsarmee weiter stärken“ werde.

Es ist der zweite Austausch von Panzerringen zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte, nachdem das deutsche Verteidigungsministerium letzte Woche eine ähnliche Vereinbarung mit der Slowakei getroffen hatte. Die Idee des Ringtausches entstand kurz nach Beginn des Ukrainekrieges. Ziel war es, die Ukraine so schnell wie möglich mit schweren Waffen sowjetischer Bauart zu versorgen. Diese können von ukrainischen Soldaten ohne Ausbildung bedient werden. Im Gegenzug sollten die sowjetischen Waffenlieferanten zu einem späteren Zeitpunkt westliche Fabrikate von anderen Nato-Partnern erhalten.

Als problematisch gestalteten sich jedoch die Verhandlungen der Bundesregierung mit Polen, Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Griechenland. Vor allem Polen, das bereits rund 200 Panzer in die Ukraine geliefert hat, war unzufrieden mit den deutschen Angeboten. Auch mit Griechenland und Slowenien wurde noch keine Einigung erzielt.

Insgesamt hat Tschechien seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als sechs Monaten Waffen und Munition im Wert von umgerechnet mehr als 150 Millionen Euro an die Ukraine übergeben. Das teilte Verteidigungsministerin Jana Cernochova kürzlich mit. Medienberichten zufolge handelte es sich dabei um Kampfhubschrauber, Mehrfachraketenwerfer und Radhaubitzen.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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