Donnerstag, Oktober 28, 2021
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Riss könnte ein Jahr altes Pipeline-Leck sein, bevor Kalifornien spät entdeckt wurde

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Hunderttausende Liter Öl verseuchen einen Küstenabschnitt vor Kalifornien. Der dafür verantwortliche Riss in der Pipeline kann schon seit einem Jahr bestehen. Über die Ursachen gibt es mehrere Theorien.

Eine geplatzte Ölpipeline vor der Küste Kaliforniens ist vermutlich länger beschädigt als bisher bekannt. Wie die US-Küstenwache erklärte, könnte der Riss in der Leitung „vor einigen Monaten bis zu einem Jahr“ aufgetreten sein. Hunderttausende Liter Öl sind seither vor der Küste von Huntington Beach südlich von Los Angeles ins Meer geflossen. Der Schaden könnte demnach durch Schiffsanker verursacht worden sein.

Die US-Behörden entdeckten die Ölpest Anfang dieses Monats, als Fische und Vögel, die mit Öl festsaßen, angespült wurden. Seitdem arbeiten Hunderte von Menschen daran, die Ölpest zu beseitigen. Insgesamt 24 Kilometer der für Surfer und Delfine bekannten Küste zwischen Huntington Beach und Laguna Beach mussten gesperrt werden. Unterdessen geht die Suche nach der Ursache und dem Täter weiter.

Eine Untersuchung ergab, dass die Ölpipeline lange Zeit am Meeresboden entlanggezogen wurde, bis zu 30 Meter an der Stelle der größten Verformung. Fotos der beschädigten Pipeline zeigten nach Angaben der Küstenwache zudem „marines Wachstum“ um die rund 30 Zentimeter breite Lücke in der Pipeline. Dies gab den Ermittlern einen Hinweis darauf, wie lange die Leitung beschädigt war.

Nach Angaben von Kapitän Jason Neubauer von der US-Küstenwache könnten sich mehrere Schiffe entlang der Linie geschleppt haben. Der Riss könnte sich dann im Laufe der Zeit erweitert haben. Bei einer Routineinspektion im Oktober letzten Jahres wurden jedoch keine Schäden festgestellt. „Wir werden daher im vergangenen Jahr jede Schiffsbewegung über diese Pipeline und ihr Umfeld untersuchen“, sagte Neubauer.

Die nahegelegenen Containerhäfen Los Angeles und Long Beach gehören zu den verkehrsreichsten Häfen der Welt. Wegen eines durch die Pandemie ausgelösten Staus mussten Dutzende große Schiffe gleichzeitig vor Anker liegen, während sie in einem der Häfen auf einen freien Liegeplatz warteten. Die Ermittler wollen nun anhand von Satellitenbildern und Funksprüchen überprüfen, ob Anker an der falschen Stelle geworfen wurden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass in dem Gebiet vor Anker liegende Schiffe bei einem schweren Sturm im Januar aus ihren Ankerplätzen gerissen wurden und der Anker auf den Grund geschleift wurde. Eine andere Möglichkeit wären Erdbeben.

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