Dienstag, Oktober 26, 2021
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RKI-Daten im Überblick – 10.429 Neuinfektionen – weitere Ausbrüche in Schulen und Kitas

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Die Häufigkeit von Ausbrüchen in Schulen und Kitas nimmt früher als im vergangenen Jahr zu. Dafür gibt es laut RKI wohl zwei Gründe. Das Institut meldete einen leichten Anstieg der Inzidenz in Deutschland auf 63,8. Ein Überblick.

Seit August kommt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vermehrt zu Corona-Ausbrüchen in Kitas und vor allem an Schulen. Die gemeldete Häufigkeit der Ausbrüche in diesem Jahr steigt laut dem RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend rund zwei Monate früher als im Vorjahr. Der Bericht und die aktuellen Fallzahlen in Deutschland im Überblick:

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland derzeit wenig dynamisch. Den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mit 63,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 62,6, vor einer Woche bei 64,3 (Vormonat: 82,7). Die Gesundheitsbehörden in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 10.429 neue Corona-Infektionen. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards um 04:01 Uhr widerspiegeln. Vor einer Woche lag der Wert bei 10.118 Infektionen.

Innerhalb von 24 Stunden wurden nach den neuen Informationen deutschlandweit 86 Todesfälle registriert. Vor einer Woche gab es 73 Tote. Das RKI hat seit Beginn der Pandemie 4.293.807 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht nachgewiesen werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – der wichtigste Parameter für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen – gab das RKI am Donnerstag mit 1,61 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab dem die Situation kritisch zu beurteilen ist, ist für die Inzidenz von Krankenhauseinweisungen unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchststand lag um die Weihnachtszeit bei 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.074.300 an. Die Zahl der Menschen, die mit oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.113.

In den vergangenen vier Wochen wurden laut aktuellem RKI-Bericht 201 Kita- und 481 Schulausbrüche übertragen. Die jüngste Entwicklung, insbesondere der letzten zwei Wochen, sei noch nicht gut einzuschätzen, hieß es vor dem Hintergrund möglicher Nachmeldungen.

„Bei dem zunehmenden Trend der Ausbruchshäufigkeit in Kitas und Schulen spielen wohl die erweiterten Testaktivitäten und die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante eine Rolle“, erklären die Autoren der Zahlen. Fälle, auch solche ohne Krankheitssymptome, würden frühzeitig erkannt.

Pro Ausbruch wurden durchschnittlich fünf Menschen in Kitas und vier an Schulen infiziert. In Einzelfällen kommt es jedoch bei beiden Anlagentypen zu größeren Ausbrüchen mit mehr als zehn Infektionen. Befinden sich zwei oder mehr Infizierte in einer Einrichtung, spricht man von einem Ausbruch.

Bei den Schulausbrüchen seien Infektionen vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren bekannt gewesen, hieß es. Bundesweit war die Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche bei den 10- bis 14-Jährigen die höchste aller Altersgruppen: mit 178 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Bei Grundschulkindern (5 bis 9 Jahre) lag der Wert bei 142. Bei Personen ab 50 Jahren lagen die Inzidenzen unter 50.

RKI-Chef Lothar Wieler bestätigte am Mittwoch in Berlin, dass die Maßnahmen zum Infektionsschutz in Kitas und Schulen – sowie in Alten- und Pflegeheimen – laut RKI-Empfehlung bis zum Frühjahr 2022 aufrechterhalten werden sollen. Wir wollen, dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben, aber bitte halten Sie die Schutzmaßnahmen aufrecht.“ Mehrere Bundesländer hatten zuletzt die Maskenpflicht an Schulen aufgehoben.

Die Zahl der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen in Deutschland gibt das RKI in seinem Bericht für vergangene Woche mit 52 an. Das Institut spricht von einem deutlichen Rückgang solcher Ausbrüche, insbesondere aufgrund von Impfungen und Hygienemaßnahmen.

Derzeit gibt es keinen zugelassenen Covid-19-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren. Schwere Verläufe sind in dieser Gruppe deutlich seltener als bei älteren Menschen. Allerdings wies Wieler beispielsweise auf das mögliche Risiko von Langzeitfolgen der Infektion hin. Es liege in der Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger, diese Gruppe zu schützen, sagte Wieler. „Das bedeutet auch, dass jeder, der kann, der mit den Kindern umgeht, gegen Covid-19 geimpft sein muss und sich auch an die anderen Maßnahmen hält.“

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