Dienstag, Oktober 26, 2021
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RKI: Inzidenz bei 65,4

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Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland wenig dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Mittwochmorgen den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 65,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 65,8, vor einer Woche bei 62,3 (Vormonat: 81,9). Die Gesundheitsbehörden in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 11.903 neue Corona-Infektionen. Den Angaben zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden deutschlandweit 92 Todesfälle registriert.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – der wichtigste Wert für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen – gab das RKI am Dienstag mit 1,70 (Montag: 1,58) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab dem die Situation kritisch zu beurteilen ist, ist unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede für die Inzidenz von Krankenhauseinweisungen nicht vorgesehen. Der bisherige Höchststand lag um die Weihnachtszeit bei 15,5. (13.10.2021)

Die US-Regierung will die Einreisebeschränkungen an den Landgrenzen zu Kanada und Mexiko für Corona-geimpfte Menschen aufheben. Die Lockerungen sollen im November in Kraft treten und auch für Fährüberfahrten gelten, teilte das Heimatschutzministerium mit. Wer nachweisen kann, dass er vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann damit auch zu nicht wesentlichen Zwecken in die USA reisen, etwa für Besuche bei Freunden und Familie oder für den Tourismus.

In einem weiteren Schritt wird die Regelung ab Anfang Januar 2022 auch auf notwendige Reisen ausgeweitet; Auch in diesen Fällen ist ein vollständiger Impfschutz Voraussetzung bei der Einreise. Bis dahin hätten Betroffene wie Lkw-Fahrer, Studenten und Beschäftigte im Gesundheitswesen genügend Zeit, sich impfen zu lassen. Die USA hatten bereits im vergangenen Monat angekündigt, die monatelangen Einreisebeschränkungen für den internationalen Flugverkehr für Geimpfte unter anderem aus der EU, Großbritannien und anderen Ländern aufzuheben. (13.10.2021)

Auf den Corona-Intensivstationen in Deutschland gibt es nach Angaben von Ärzten fast keine gegen Covid-19 geimpften Patienten ohne Vorerkrankung. „Die meisten von ihnen sind gar nicht oder nicht vollständig geimpft“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk in Deutschland. Die geimpfte Minderheit besteht überwiegend aus älteren Patienten, deren Zweitimpfung schon lange zurückliegt. „In der Regel leiden auch diese Menschen an schweren chronischen Erkrankungen.“

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war im August und September etwa jeder zehnte Patient, der wegen Corona auf Intensivstationen behandelt wurde, vollständig geimpft. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor.

Die Kapazitäten für freie Betten auf den Intensivstationen bezeichnete der Divi-Präsident als aktuell relativ stabil. „Momentan befinden wir uns in einer Plateauphase, wir stagnieren bei rund 1.300 Covid-Intensivpatienten. Die Lage ist unter Kontrolle“, sagte Marx. „Wir sind jetzt handlungsfähig und haben durchschnittlich zwei freie Intensivbetten pro Standort.“ (13.10.2021)

Das Biotech-Unternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war davon auszugehen, dass die EMA-Zulassung frühestens im zweiten Quartal 2022 erteilt worden wäre.

Für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es keinen formellen Zulassungsantrag, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren. Ende Juni gab Curevac bekannt, dass sein Impfstoffkandidat der ersten Generation weniger wirksam ist als einige andere Impfstoffe. Anfang Juli ging das Tübinger Biotech-Unternehmen davon aus, dass die EMA den Impfstoff trotz seiner geringen Wirksamkeit zulässt.

Nach einer abschließenden Analyse hatte das Curevac-Präparat über alle Altersgruppen hinweg eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen die Covid-19-Erkrankung gezeigt. Dies macht es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe. Das Unternehmen will sich mit seinem britischen Partner Glaxo Smith Kline (GSK) auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs konzentrieren. (12.10.2021)

Etwa jeder zehnte Patient, der im August und September auf Intensivstationen wegen Corona behandelt wurde, war vollständig geimpft. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums Ende September auf eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet.

Insgesamt 11.419 Corona-Patienten wurden von Februar bis Mitte September intensiv betreut. Bei 210 von ihnen (1,84 Prozent) wurde von einem Impfdurchbruch ausgegangen. Im Zeitraum von Mitte August bis Mitte September wurden 1186 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, bei 119 davon wurde eine Durchbruchimpfung vermutet. Dies entspricht 10,03 Prozent der Fälle. Im zuletzt erfassten Zeitraum von Anfang September bis Anfang Oktober zählte das RKI insgesamt 938 Impfdurchbrüche, die auf der Intensivstation behandelt werden mussten, was einem Anteil von 16,52 Prozent aller Intensivbehandlungen aufgrund von Covid entspricht -19. Innerhalb von vier Wochen starben 145 Menschen mit Durchbrüchen, von denen alle bis auf einen älter als 60 Jahre waren.

Das Robert-Koch-Institut betonte: „Es ist zu erwarten, dass im Laufe der Zeit weitere Impfdurchbrüche zu verzeichnen sein werden, da immer mehr Menschen geimpft werden und sich Sars-CoV-2 derzeit wieder ausbreitet in Kontakt mit dem Virus.“ Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, sagte, dass Patienten mit schweren und tödlich verlaufenden Corona-Verläufen in fast allen Fällen ungeimpft seien. Zudem betrifft der Impfdurchbruch vor allem Menschen, deren „Immunsystem durch Chemotherapie oder Kortison-Langzeitbehandlung geschwächt ist oder die älter als 80 Jahre sind“. (12.10.2021)

Die Ausgaben des Bundes für kostenlose Corona-Bürgertests belaufen sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als fünf Milliarden Euro. Bis Mitte September 2021 hatte die Krankenkasse bereits 5,2 Milliarden Euro in Rechnung gestellt, berichtet die Rheinische Post aus einer Mitteilung des Ministeriums.

Für die Mehrheit der Bürger endet diese Woche die Möglichkeit, den kostenlosen Corona-Test abzulegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich darauf verständigt, dass das seit Anfang März von der Bundesregierung finanzierte Angebot für kostenlose „Bürgertests“ ohne Symptome enden soll. Da kostenlose Impfungen für alle möglich sind, müssen die Steuerzahler die Testkosten nicht mehr dauerhaft übernehmen.

Es gibt aber auch einige Übergangsregelungen. Kinder im Alter von zwölf bis 17 Jahren und Schwangere können bis zum 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass erst seit kurzem eine generelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt – für eine Impfung sollte also länger Zeit bleiben.

Für Personen, die nicht geimpft werden können, sind die Tests in der Regel kostenlos, auch für Kinder unter zwölf Jahren und solche, die in den drei Monaten vor der Prüfung erst zwölf Jahre alt wurden. Kostenlos bleibt es unter anderem für Personen, die einen Test benötigen, um eine Quarantäne wegen einer Corona-Infektion zu beenden. (12.10.2021)

Ab dem 1. November öffnet Thailand seine Grenzen für quarantänefreien Urlaub für vollständig geimpfte Menschen aus mindestens zehn Ländern – darunter auch Deutschland. Dies kündigte Premierminister Prayuth Chan-o-cha in einer Fernsehansprache an. Andere Länder, die wegen ihrer geringen Inzidenz von Corona auf der Liste stehen, sind Singapur, China und die Vereinigten Staaten. Urlauber müssen nur einen PCR-Test durchführen, bevor sie das Haus verlassen, und einen anderen, wenn sie in Thailand ankommen, sagte Prayuth. Danach konnten sie in jeden Teil des Landes reisen. Ab dem 1. Dezember sollen weitere Länder in die Liste aufgenommen werden. Dann wird der Alkoholausschank in Restaurants, der wegen einer schweren Corona-Welle seit Monaten verboten ist, wohl wieder erlaubt sein.

„Für mich war es auch eine der schmerzlichsten Erfahrungen meines Lebens, Entscheidungen zu treffen, die die Rettung von Leben mit der Rettung von Lebensgrundlagen in Einklang bringen mussten“, betonte Prayuth. Der für das Land äußerst wichtige Tourismussektor ist seit mehr als eineinhalb Jahren fast vollständig am Boden. Viele Menschen haben seitdem kein Einkommen.

Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Musterland im Kampf gegen die Pandemie – seit April erlebt der Staat seine bisher schlimmste Welle. Die Zahl der Infektionen im Land mit 70 Millionen Einwohnern geht langsam zurück. Am Dienstag meldeten die Behörden rund 9.400 Neuinfektionen und 84 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. (12.10.2021)

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