Freitag, Juni 24, 2022
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RKI-Wochenbericht zu Corona: BA.5 dominiert in Deutschland

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Experten hatten es vorhergesagt: Anders als 2021 wird dieser Sommer alles andere als kronenlos. Laut RKI ist in Deutschland inzwischen die Untervariante BA.5 vorherrschend.

Mehr registrierte Fälle, mehr Ausbrüche in Pflegeheimen und eine steigende Zahl von Patienten auf Intensivstationen – die leicht verständlichen Omicron-Unterstreichungen treiben die Sommerkronenwelle in Deutschland an. Wie erwartet ist der Erreger BA.5 nach offiziellen Angaben nun auch in Deutschland vorherrschend.

Der Anteil in einer Probe liegt bei 50 Prozent, wie der Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 vom Donnerstagabend mitteilte. Allerdings beziehen sich die Angaben auf die vorletzte Woche und aktuell ist von höheren Werten auszugehen.

Virologe Christian Drosten prognostiziert nach den Sommerferien in Deutschland eine sehr große Zahl neuer Corona-Fälle.

Der wöchentliche RKI-Bericht stellt fest, dass die Belastung des Gesundheitssystems, insbesondere im Intensivbereich, in der vergangenen Woche noch einmal leicht zugenommen hat.

Die Zahl der dort behandelten Corona-Infizierten steigt laut Divi-Intensivregister seit einigen Tagen wieder an: Nach noch 600 Patienten zu Monatsbeginn waren es am Donnerstag 810. Zum Vergleich: auf dem Höhepunkt des Jahres Pandemie in den Wintermonaten, manchmal waren es mehrere Tausend gleichzeitig.

Bei den Unterstrichen BA.5 wurde jede Woche eine ungefähre Verdopplung des Anteils in den Stichproben beobachtet. Das wird nicht mehr ganz erreicht, wie der RKI-Bericht zeigt: Der Anteil ist im Wochenvergleich von 32 auf rund 50 Prozent gewachsen. Auch in anderen Sublinien von Omikron (BA.2.12.1 und BA.4) sind steigende Anteile zu beobachten, allerdings auf einem niedrigeren Niveau von jeweils sechs Prozent.

Das RKI spricht von einem Anstieg der Inzidenz an sieben Tagen um 23 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. „Die Zahl der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen der medizinischen Versorgung ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.“

Angesichts der Entwicklung bittet das RKI weiterhin um die Einhaltung der Empfehlungen zur Vermeidung der Ansteckung: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, lüften und die Corona-Warn-App nutzen. Die Impfung habe „aufgrund ihrer hohen Schutzwirkung gegen einen schweren Verlauf“ auch bei durch omicron verursachten Erkrankungen nicht an Bedeutung verloren.

Seit dem Aufkommen von Omicron hat es eine geringere Rate schwerer Erkrankungen und weniger Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 erlebt als frühere Varianten wie Delta. Dem Bericht zufolge scheint sich dies vorerst nicht zu ändern: Die bisher verfügbaren epidemiologischen Daten „legen nicht nahe, dass BA.2.12.1-, BA.4- oder BA.5-Infektionen einen schwereren Krankheitsverlauf oder proportional mehr Todesfälle verursachen“ im Vergleich zu Infektionen mit den bisherigen gemeinsamen Sublinien BA.1 und BA.2.

Das RKI empfiehlt jedoch „dringend“, bei neuen Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten den Kontakt zu vermeiden und gegebenenfalls Ihren Hausarzt aufzusuchen – unabhängig vom Impfstatus und auch im Falle eines negativ verlaufenen Schnelltests.

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