Mittwoch, Dezember 7, 2022
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RTL/ntv-Trendbarometer AfD klettert, Union stabil an der Spitze

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14 Prozent für die AfD – diese Marke erreichten die Rechtspopulisten zuletzt vor drei Jahren. Mit Ausnahme der FDP bleiben die anderen Parteien im Bundestag in dieser Woche stabil. Die Union hält Abstand zu den Verfolgern.

Die AfD ist seit dem Sommer im Aufwind. Von 10 Prozent Zustimmung Anfang August arbeiteten sich die Rechtspopulisten langsam aber stetig nach oben. Sie haben diese Woche mit 14 Prozent den höchsten Wert seit Dezember 2019 im RTL/ntv-Trendbarometer erreicht. Die Ampel hat sich bei ihren jeweiligen Parteiwerten weitgehend stabilisiert, die Grünen liegen wie in der Vorwoche knapp vor der Kanzlerpartei SPD, die FDP hat einen Prozentpunkt verloren. An die 30-Prozent-Marke kommt die Union noch nicht heran, kann aber Abstand zu den Grünen halten.

Würde jetzt der Bundestag gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 2021: 24,1 Prozent), Grüne 20 Prozent (14,8 Prozent), SPD 18 Prozent (25,7 Prozent), AfD 14 Prozent (10.3 Prozent), FDP 6 Prozent (11,5 Prozent), Linke 5 Prozent (4,9 Prozent). 9 Prozent der Wähler (8,7 Prozent) würden andere Parteien wählen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen ist mit 25 Prozent etwas größer als der Anteil der Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen und hätten die Wahl zwischen Amtsinhaber Olaf Scholz von der SPD, dem grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck und CDU-Chef Friedrich Merz, würden 22 Prozent aller Wahlberechtigten für Scholz stimmen, 20 Prozent für Merz (2 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche) und – ebenfalls wie in der Vorwoche – 17 Prozent entscheiden sich für Habeck. 41 Prozent würden sich für keines dieser drei entscheiden.

Hätten die Wahlberechtigten die Wahl zwischen Scholz, Merz und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, würden 23 Prozent für Scholz, 22 Prozent für Merz (ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche) und 19 Prozent für den Grünen-Politiker stimmen. 36 Prozent würden weder Scholz, Merz noch Baerbock unterstützen. Merz ist unter CDU/CSU-Anhängern geringer als Scholz unter SPD-nahen Befragten. Baerbock und Habeck finden auch bei den Anhängern der Grünen mehr Rückhalt als Merz bei den Anhängern seiner Partei.

Der Anteil der Wähler, die keiner Partei mehr zutrauen, die Probleme in Deutschland anzugehen, erreichte in diesem Jahr mit 63 Prozent einen neuen Höchststand. In der Vorwoche waren es 60 Prozent. 12 Prozent schreiben den Grünen noch politische Kompetenz zu, jeweils 9 Prozent den Unionsparteien und der SPD, 3 Prozent der FDP und 4 Prozent den anderen Parteien.

Nur 9 Prozent aller Bundesbürger erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern wird. Die große Mehrheit von 78 Prozent rechnet mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. 11 Prozent erwarten keine Änderung. Die Energieversorgung und der Krieg in der Ukraine bleiben mit 77 bzw. 69 Prozent die beiden wichtigsten Interessensthemen der Bundesbürger.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 27. bis 30. September 2022 erhoben. Datenbasis: 2001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa finden Sie hier.
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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