Montag, Dezember 6, 2021
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RTL/ntv-Trendbarometer FDP-Anhänger stehen Ampeln eher skeptisch gegenüber

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Nur 35 Prozent der FDP-Anhänger gehen davon aus, dass die Ampel einen besseren Job macht als die Große Koalition. Gleichzeitig sagte eine Mehrheit von ihnen, dass sich die FDP in den Koalitionsverhandlungen am ehesten durchgesetzt habe. Grüne Anhänger sehen das ähnlich.

Knapp ein Viertel der Deutschen hat den Eindruck, dass sich SPD, Grüne und FDP bislang ausreichend um die Eindämmung der Corona-Pandemie gekümmert haben. Darauf angesprochen antworteten 68 Prozent, dass sie diesen Eindruck nicht hatten und 24 Prozent gaben an, diesen Eindruck zu haben. Das ergab eine am Donnerstag durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer.

Auch eine deutliche Mehrheit der Unterstützer aller drei künftigen Koalitionsparteien ist der Meinung, dass sich die drei Ampelparteien noch nicht ausreichend mit der Eindämmung der Corona-Pandemie beschäftigt haben. Bei der SPD beträgt das Verhältnis 32 zu 61 Prozent, bei den Grünen 25 bis 65 Prozent, bei der FDP 36 bis 57 Prozent.

Ebenso hält nur eine Minderheit der Bundesbürger die Entscheidung von SPD, Grünen und FDP für richtig, zehn Tage abzuwarten und dann zu prüfen, ob zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verschärfte Maßnahmen erforderlich sind. 70 Prozent sind der Meinung, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie jetzt verschärft werden sollten. 28 Prozent halten es für richtig, abzuwarten.

Bei den Anhängern der FDP eine knappe Mehrheit, bei den Anhängern von SPD und Grünen eine deutliche Mehrheit für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen bereits jetzt. Nur Anhänger der AfD sind mehrheitlich gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Ein Drittel der Deutschen (33 Prozent) erwartet, dass die Ampel das Land besser regiert als die bisherige Große Koalition aus Union und SPD. 19 Prozent gehen davon aus, dass die künftige Koalition das Land schlechter regieren wird, 40 Prozent erwarten keinen nennenswerten Unterschied.

Die Erwartungen der Anhänger der künftigen Regierungsparteien gehen deutlich auseinander: Während 57 Prozent der SPD-Anhänger und 79 Prozent der Grünen-Anhänger eine bessere Regierungsarbeit erwarten, zeigen sich die FDP-Anhänger eine gewisse Skepsis: Nur 35 Prozent von ihnen gehen davon aus, dass die Die Ampelregierung wird einen besseren Job machen als die Große Koalition. 16 Prozent der FDP-Anhänger erwarten eine Verschlechterung, 47 Prozent von ihnen erwarten keine große Veränderung.

Anhänger der Unionsparteien (46 Prozent) und der AfD (51 Prozent) erwarten, dass die künftige Koalition schlechter regiert als die bisherige. Linke erwarten eine Verbesserung von 51 Prozent und eine Verschlechterung von nur 4 Prozent.

Die künftigen Koalitionsparteien haben einen „Aufbruch in eine neue Ära“ versprochen. 37 Prozent der Bundesbürger glauben, dass die Ampel diese Anforderung erfüllen wird. 56 Prozent glauben nicht, dass die neue Koalition diesem Anspruch gerecht werden kann.

Eine Mehrheit der Unterstützer von SPD und Grünen glaubt, dass die künftige Koalition diesem Anspruch gerecht werden kann, während 59 Prozent der FDP-Anhänger dies nicht tun.

59 Prozent der Bundesbürger gehen davon aus, dass die neue Ampelkoalition vier Jahre hält. 29 Prozent glauben, dass die Allianz vorzeitig zerbrechen wird. Die Anhänger der Union und insbesondere der AfD glauben am ehesten an ein vorzeitiges Ende der Koalition.

Fast ein Drittel (30 Prozent) der FDP-Anhänger geht davon aus, dass die Koalition nicht vier Jahre halten wird. Bei der SPD sind es 5 Prozent, bei den Grünen 6 Prozent.

Die künftigen Regierungsparteien haben beschlossen, die Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger zu lockern. Nur eine Minderheit der Bundesbürger (28 Prozent) hält dies für richtig. 65 Prozent halten diese Entscheidung für falsch.

Auch eine große Mehrheit der Arbeitnehmer und Arbeitnehmer ist der Meinung, dass die Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger nicht gelockert werden. Von den Anhängern der künftigen Regierungsparteien unterstützen nur die Grünen mehrheitlich diese Einigung, nicht aber die Anhänger der SPD und insbesondere der FDP. Die Lockerung der Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger findet bei Anhängern der Linkspartei die größte Unterstützung.

Die Entscheidung, den Mindestlohn künftig auf 12 Euro anzuheben, stieß hingegen auf große Zustimmung (83 Prozent). Nur wenige (13 Prozent) halten eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro für falsch. Die Zustimmung der FDP-Anhänger zu einer Erhöhung des Mindestlohns fällt allerdings deutlich zurückhaltender aus als die der Anhänger von SPD und Grünen. 64 Prozent der FDP-Anhänger halten die Entscheidung für richtig, 35 Prozent halten sie für falsch. 96 Prozent der SPD-Anhänger sind dafür, 95 Prozent der Grünen-Anhänger.

FDP-Chef Christian Lindner übernimmt in der künftigen Bundesregierung das Finanzministerium. 51 Prozent der Bundesbürger glauben, dass Lindner diese Position gut besetzen wird. 31 Prozent glauben das nicht, 18 Prozent trauen sich keine Einschätzung.

Während fast alle FDP-Anhänger (96 Prozent) davon ausgehen, dass Lindner ein guter Finanzminister wird, glauben das 47 Prozent der SPD-Anhänger und nur 35 Prozent der Grünen-Anhänger. Die Mehrheit der Anhänger von Union und AfD hat positive Erwartungen an Lindner als Finanzminister.

40 Prozent der Bundesbürger haben den Eindruck, dass von den drei Ampelparteien in den Koalitionsverhandlungen die FDP ihre Ziele und Vorstellungen am ehesten durchgesetzt hat. Das glauben 23 Prozent von der SPD, nur 13 Prozent von den Grünen.

Die meisten Anhänger der Grünen (46 Prozent) glauben zudem, dass sich die FDP mit ihren Ideen am ehesten durchgesetzt hat, nur 13 Prozent meinen das von „ihrer“ Partei. Ähnlich viele SPD-Anhänger glauben, dass SPD (38 Prozent) und FDP (31 Prozent) ihre Ziele am ehesten erreicht haben. Unter den FDP-Anhängern gab eine Mehrheit von 55 Prozent an, die Liberalen hätten sich am ehesten durchgesetzt.

Die Daten wurden am 25. November 2021 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben. Datenbasis: 1008 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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