Montag, Januar 24, 2022
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RTL / ntv Trendbarometer Zustimmung zu Impfpflichten sinkt

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Während die Zustimmung zu einer generellen Corona-Impfpflicht bei den Anhängern von SPD, Grünen und Union noch hoch ist, ist eine Mehrheit der FDP-Anhänger dagegen. Auch die Zahl der Deutschen, die einen generellen Lockdown unterstützen, ist leicht zurückgegangen.

Die Zustimmung der Deutschen zu einer allgemeinen Impfung gegen Corona geht leicht zurück. Während im RTL/ntv-Trendbarometer vom 20. Dezember 72 Prozent für eine Impfpflicht waren, sind es aktuell nur 70 Prozent.

Die Zustimmung erreichte am 13. Dezember mit 74 Prozent ihren Höchststand. Noch im April sprachen sich nur 22 Prozent der Deutschen für eine Impfpflicht für alle aus.

Aktuell sagen 28 Prozent der Deutschen, dass die Impfung freiwillig sein sollte. Während die Zustimmung zu einer generellen Impfpflicht bei SPD, Grünen und Union nach wie vor hoch ist, ist mittlerweile eine Mehrheit der FDP-Anhänger gegen eine generelle Impfpflicht. Fast alle AfD-Anhänger (89 Prozent) lehnen Impfpflichten ab.

Auch die Zahl der Deutschen, die einen generellen Lockdown befürworten, ist leicht zurückgegangen, wobei immer noch eine klare Mehrheit dafür ist. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen halten 64 Prozent der Bundesbürger einen Lockdown inklusive Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie ein Verbot von Großveranstaltungen für richtig. 34 Prozent sind gegen einen generellen Lockdown. Im Dezember waren 66 Prozent für einen Lockdown und 32 Prozent dagegen.

Auch in dieser Frage ist die Zustimmung für einen generellen Lockdown bei den Anhängern von SPD, Grünen und Union am höchsten, während nur eine knappe Mehrheit der Anhänger der FDP und der Linkspartei dafür ist. Von den AfD-Anhängern lehnen 83 Prozent einen neuen Lockdown ab.

Unter dem Eindruck der aktuellen Entwicklungen sind nun 48 Prozent deutlich mehr Bundesbürger als noch Ende November der Meinung, dass bei weiter steigenden Infektionszahlen auch Schulen wieder geschlossen und Distanz- oder Wechselunterricht eingeführt werden sollten. 46 Prozent sind der Meinung, dass Schulschließungen unbedingt ausgeschlossen werden sollten. In einer Umfrage im November hatten sich 34 Prozent für Schulschließungen ausgesprochen, 54 Prozent waren damals dagegen.

Von den Befragten mit Kindern im Haushalt sprechen sich 43 Prozent für die Schließung von Schulen bei steigenden Infektionszahlen aus, 55 Prozent lehnen dies ab. Die Ablehnung möglicher Schulschließungen ist bei AfD-Anhängern mit 71 Prozent am stärksten.

Eine Verkürzung der obligatorischen Quarantäne- bzw. 31 Prozent halten diese Kürzung nicht für richtig.

59 Prozent der Deutschen sind mit dem bisherigen Krisenmanagement von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zufrieden. 35 Prozent sind damit weniger oder gar nicht zufrieden.

Besonders zufrieden sind Anhänger der SPD (87 Prozent) und der Grünen (86 Prozent) mit Lauterbachs Krisenmanagement. Die Zufriedenheit mit Lauterbachs Arbeit ist bei den FDP-Anhängern (60 Prozent) deutlich zurückhaltender. 66 Prozent der Unions-Anhänger, 41 Prozent der Linken-Anhänger und nur 9 Prozent der AfD-Anhänger sind mit Lauterbachs Krisenmanagement zufrieden.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 7. bis 10. Januar 2022 erhoben. Datenbasis: 1002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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