Samstag, Mai 21, 2022
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Rückkehr der Delta-Variante Lauterbach befürchtet bitteres Bedauern im Herbst

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Während alle den scheinbar coronafreien Frühsommer genießen, ruft Gesundheitsminister Lauterbach mit Blick auf den Herbst zur Achtsamkeit auf. Man sollte den Leuten nicht „vormachen“, dass Corona Geschichte ist und man sich auf alle Szenarien vorbereiten muss.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor einer Rückkehr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt und die Beschaffung verschiedener Impfstoffe angekündigt. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omicron-Welle im Herbst ist wahrscheinlich. Aber auch die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen“, sagte der SPD-Politiker der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und verwies auf eine entsprechende Studie aus Israel.

Deutschland müsse sich auf beide Szenarien einstellen, sagte er. „Wir brauchen Impfstoffe gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer. Aber ein weiterer verpasster Herbst wäre für die Wirtschaft unerschwinglich.“ Die Bundesregierung erwartet im September einen Impfstoff gegen die Omicron-Variante.

Lauterbach erhob diesbezüglich schwere Vorwürfe gegen die Union. „Eine Impfpflicht hätte alles einfacher gemacht. Die Union ist schuld, wenn die Impflücke zu vermeidbaren Todesfällen und Einschränkungen führt“, sagte er. „Ohne ihre parteitaktische Blockade wäre die Impfung in Kraft getreten.“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert Bund und Länder auf, sich auf eine neue Corona-Welle vorzubereiten. Die Impfmöglichkeiten müssten aufrechterhalten werden, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Es sei nicht sinnvoll, im großen Stil weitgehend leere Impfzentren zu betreiben, sagte Landsberg. „Aber jetzt ist die Planung notwendig, wann und unter welchen Umständen wieder zusätzliche Impfmöglichkeiten geschaffen werden müssen.“ Gleichzeitig forderte Landsberg eine Diskussion darüber, „ob die nun reduzierten Möglichkeiten des Infektionsschutzgesetzes tatsächlich ausreichen“.

Landsberg äußerte sich skeptisch gegenüber einer Abschaffung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Viele Menschen hätten sich daran gewöhnt, Masken zu tragen, sagte er. „Diese Vorsichtsmaßnahmen werden wir voraussichtlich im Herbst verstärken müssen, zumal der damit verbundene Schutz nicht nur gegen eine Corona-Infektion, sondern auch gegen Grippeviren wirkt.“

Lauterbach plädierte dafür, die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Flugzeugen auch im Sommer beizubehalten. „Wer den Menschen jetzt vormacht, Corona sei Geschichte, wird das im Herbst bitter bereuen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.

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