Samstag, November 26, 2022
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Rücktritt als Corona-Berater Fauci verabschiedet sich "letzte Nachricht"

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„In all den Jahren habe ich jeden Tag alles gegeben, was ich habe“, sagt Anthony Fauci. Als langjähriger Berater hat er die US-Präsidenten Biden und Trump mit seiner Expertise durch die Pandemie gesteuert. Bevor er den Posten aufgab, richtete er eine Bitte an die Bevölkerung.

Der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat vor seinem angekündigten Rücktritt im Weißen Haus eine abschließende Pressekonferenz gegeben. Der 81-Jährige setzte sich für Auffrischungsimpfungen ein – und zog eine Bilanz seiner langen Karriere. Seine „letzte Botschaft“ an die Bevölkerung vom Podium im Presseraum des Weißen Hauses lautete: „Bitte lassen Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Ihrer Familie mit dem neuesten Covid-19-Impfstoff impfen.“

Fauci kündigte im August an, dass er als Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) und als leitender medizinischer Berater des Präsidenten im Dezember zurücktreten werde. Während der Corona-Pandemie wurde der Immunologe zum gefeierten Mediziner-Star, aber auch zur Hassfigur rechter Politiker und Aktivisten. Der Virusexperte zeigte sich frustriert über die heftigen politischen Auseinandersetzungen, die den Kampf gegen die Corona-Pandemie erschwert hatten – insbesondere die Debatte um Impfstoffe.

„Wenn ich sehe, dass Menschen (…) aus Gründen, die nichts mit der öffentlichen Gesundheit zu tun haben, nicht geimpft werden, sondern mit Spaltung und ideologischen Differenzen, schmerzt es mich als Arzt“, sagte Fauci. Niemand soll wegen Corona ins Krankenhaus müssen oder sterben. „Mir ist es egal, ob jemand ein rechter Republikaner oder ein linker Demokrat ist.“

Auf die Frage, wofür er nach seiner jahrzehntelangen medizinischen Karriere in Erinnerung bleiben möchte, antwortete Fauci: „In all den Jahren habe ich jeden Tag alles gegeben, was ich habe.“ Fauci, der seit 38 Jahren das Forschungsinstitut NIAID leitet, war unter Bidens Vorgänger Donald Trump Mitglied im Corona-Krisenstab der Regierung. Mit seiner großen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Pandemie erlangte der Arzt mit der rauen Stimme große öffentliche Anerkennung und wurde zu einer echten Kultfigur.

Gleichzeitig zog der gebürtige New Yorker immer wieder den Unmut Trumps auf sich, der die Gefährlichkeit des Coronavirus lange herunterspielte. Fauci wurde von rechten Kreisen angegriffen und musste unter Polizeischutz gestellt werden. Nach seinem Amtsantritt im Januar 2021 machte ihn Präsident Biden zu seinem „leitenden medizinischen Berater“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Fauci hat angekündigt, im Dezember nicht in den „Ruhestand“ zu gehen, sondern das „nächste Kapitel“ seiner Karriere beginnen zu wollen.

Ruhen wird der 81-Jährige ohnehin nicht: Die Republikaner haben angekündigt, Fauci ins Repräsentantenhaus vorladen zu wollen, wenn sie dort im Januar die Kontrolle übernehmen. Sie wollen im Kongresssaal unter anderem die Corona-Politik der Biden-Regierung unter die Lupe nehmen und sich mit den Ursprüngen der Pandemie auseinandersetzen. Fauci versprach, bei Vorladungen „voll und ganz zu kooperieren“. „Ich habe in den letzten 40 Jahren hunderte Male vor dem Kongress ausgesagt, ich habe kein Problem damit, auszusagen.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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