Montag, Juni 27, 2022
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Rücktrittsgerüchte im Vatikan Papst sagt Afrika-Reise ab

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Die Absage der Afrikareise des Papstes kommt überraschend: Auf Anraten der Ärzte soll sein schmerzendes Knie geschont werden. Im Vatikan kursierten daraufhin Gerüchte, Franziskus wolle zurücktreten. Beobachter glauben jedoch, dass der Heilige Vater seiner Pflichten nicht überdrüssig zu sein scheint.

Papst Franziskus hat seine geplante Afrikareise wegen anhaltender Knieprobleme vorerst abgesagt. „Auf Anraten seiner Ärzte und um die Ergebnisse seiner Therapie, der er sich wegen seines Knies unterzieht, nicht zu gefährden, musste der Heilige Vater mit Bedauern seine Apostolische Reise in die Demokratische Republik Kongo und in den Süden absagen Sudan, der für den 2. bis 7. Juli geplant war, sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden“, sagte Vatikansprecher Matteo Bruni. Das 85-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche sitzt seit einiger Zeit wegen einer schmerzhaften Erkrankung im rechten Knie im Rollstuhl. Auch eine für Juni geplante Reise in den Libanon wurde wegen gesundheitlicher Probleme des Argentiniers erneut ausgesetzt. Auch der Kanada-Besuch des Papstes Ende Juli steht auf dem Programm.

Mit den Reisen in die Demokratische Republik Kongo (DRC) und den Südsudan hätte der Papst auf zwei Staaten aufmerksam gemacht, die von gewalttätigen Konflikten, Flüchtlingselend und andauernden Konflikten geprägt sind. Während in mehreren kongolesischen Provinzen seit Jahren Kämpfe andauern und die Beziehungen zum benachbarten Ruanda angespannt sind, hat sich der Südsudan seit seiner Unabhängigkeit vor fast elf Jahren nicht beruhigt.

Die Knieprobleme von Franziskus gepaart mit einer Terminkonstellation Ende August sorgten im Vatikan für mediale Spekulationen über einen möglichen Rücktritt des Papstes. Am 27. August will er 21 neue Kardinäle ernennen. Einen Tag später soll Franziskus die italienische Stadt L’Aquila besuchen, wo Papst Cölestin V., der erste auf dem Petrusstuhl, der im Leben zurückgetreten ist, begraben liegt. In den nächsten zwei Tagen sollen alle Kardinäle – wie der Heilige Stuhl angekündigt hat – in den Vatikan kommen, um über die neue apostolische Konstitution zu sprechen. Nun wurde spekuliert, dass der Papst Ende August seinen Rücktritt erklären könnte und dann alle Kardinäle in der Stadt zu einem Konklave haben würde.

Einige Beobachter halten diese Theorie jedoch für unwahrscheinlich und begründen die Wahl dieser Daten einfach damit, dass es Ende August noch wenige Termine in der Kirche gibt und ein Treffen von Kirchenmännern daher einfacher und billiger ist. Zudem wirkt Francis nicht amtsmüde. Ähnliche Gerüchte tauchten auf, als er sich im Juli 2021 einer heiklen Darmoperation unterziehen musste. Auf die Frage, ob er wie sein Vorgänger, Papst Benedikt, vielleicht an einen Rücktritt denke, sagte Papst Franziskus: „Daran war ich noch gar nicht gedacht.“

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