Samstag, Oktober 1, 2022
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Rücktrittsgerüchte von Papst Franziskus trifft alle 200 Kardinäle

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Der Vatikan äußert sich sehr schweigsam über die Gründe, warum Franziskus alle 200 Kardinäle nach Rom ruft. Die ungewöhnliche Generalversammlung nährt Gerüchte über einen möglichen Rücktritt des Papstes. Offiziell ist eine Verfassungsreform das Thema.

Wie bei einem Konklave üblich, trafen sich rund 200 Kardinäle im Vatikan mit Papst Franziskus zu einer Generalversammlung. Bei dem Treffen will das Oberhaupt der Katholiken über die seit Anfang Juni geltende neue Verfassung des Kirchenstaates mit dem Namen „Prädikat Evangelium“ (Predict the Gospel) beraten. Der Heilige Stuhl gab zuvor nur wenige Details bekannt zweitägiges Treffen, ebenfalls auf Mittag begrenzt Die Mitteilung beschränkt sich auf einen einzigen Satz: „Im Vatikan findet in Anwesenheit des Heiligen Vaters Franziskus das Treffen der Kardinäle zur neuen Apostolischen Konstitution Prädikat Evangelium statt.“ Das einzige Öffentliche Veranstaltung geplant ist ein Abschlussgottesdienst am Dienstag.

Der 85-jährige Papst will seine Kirche reformieren, und die neue Verfassung ist Teil dieses Plans. Unter anderem will er die vatikanischen Behörden öffnen, damit auch Laien oder Frauen Zugang zu Führungspositionen erhalten. Vielen gehen die Pläne des Papstes jedoch nicht weit genug. Eine Gruppe von Frauen protestierte am Morgen neben dem Petersdom mit roten Regenschirmen, auf denen sie mit Sätzen wie „Reform bedeutet Frauen“ oder „Mehr als die Hälfte der Kirche“ für mehr Mitsprache von Frauen warben.

Eine Kardinalsversammlung Mitte August ist sehr ungewöhnlich. Mit zwei weiteren Terminen direkt vor dem Treffen hatte der Papst die Gerüchte um einen möglichen Rücktritt weiter angeheizt. Beobachter des Vatikans halten einen solchen Schritt derzeit für unwahrscheinlich. Dennoch befeuert der schlechte Gesundheitszustand des Heiligen Vaters seit Monaten Spekulationen.

Franziskus hat am Samstag 20 neue Kardinäle ernannt. Am Sonntag betete er am Grab des Papstes, der als erster in der Kirchengeschichte freiwillig zurückgetreten ist. Er flog mit dem Hubschrauber in die italienische Stadt L’Aquila, wo er Angehörige von Opfern des tödlichen Erdbebens von 2009 traf und am Grab von Cölestin V. in der Basilika Santa Maria di Collemaggio betete.

1294 war Papst Cölestin V. der erste Papst, der freiwillig von seinem Amt zurücktrat. Auch Papst Benedikt XVI. betete an diesem Grab einige Jahre vor seinem Rücktritt im Jahr 2013. Benedikts Besuch und die Hinterlegung seines Amtszeichens am Grab von Cölestin V. wurden später als stille Ankündigung seines Rücktritts interpretiert.

Mit der Ernennung von 20 neuen Kardinälen hat Papst Franziskus zumindest spürbar Einfluss auf die Zukunft der katholischen Kirche genommen. 16 von ihnen dürfen in einem Konklave, also einer Papstwahl, ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche wählen, weil sie die vorgeschriebene Altersgrenze von 80 Jahren noch nicht überschritten haben.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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