Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Rund 143.600 Opfer von Partnergewalt sind etwas rückläufig

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Die Zahl der registrierten Fälle von Gewalt zwischen Partnern oder ehemaligen Partnern ist seit 2020 leicht zurückgegangen. Das geht aus Daten des Bundeskriminalamts hervor. Die Mehrheit der Betroffenen von Gewalt in der Partnerschaft sind Frauen – und viele Opfer gehen nicht einmal zur Polizei.

Die Zahl der gemeldeten Gewalttaten unter Paaren und Ex-Partnern ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Laut einer aktuellen Statistik zur Partnerschaftsgewalt registrierten die Behörden im Jahr 2021 bundesweit 143.016 Fälle, in denen ein aktueller oder ehemaliger Partner Gewalt angewendet oder versucht hat – ein Rückgang um 2,5 Prozent im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020.

Wie aus den vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Daten hervorgeht, waren insgesamt 143.604 Opfer in die genannten Fälle verwickelt – ein Rückgang der Opferzahlen um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesinnenministerin Nancy Faeser wies darauf hin, dass in den Jahren vor 2021 die Zahl der Opfer stetig gestiegen sei. Die in der Statistik erfassten Zahlen würden nur das sogenannte Hellfeld zeigen, also die Zahl der gemeldeten Fälle. Das Dunkelfeld ist viel größer.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus sagte, es sei davon auszugehen, dass zwei Drittel der weiblichen Opfer nicht zur Polizei gehen. Laut Statistik waren 80,3 Prozent der Betroffenen von Gewalt in der Partnerschaft Frauen. In den meisten Fällen ging es um vorsätzliche einfache Körperverletzung (59,6 Prozent). Die BKA-Daten beziehen sich auf Fälle, in denen die Ermittlungen im Jahr 2021 abgeschlossen wurden. Die Tat selbst könnte früher begangen worden sein. Wie in den Vorjahren wird der Großteil der Gewalt nach wie vor von Männern begangen (78,8 Prozent).

Allerdings ist der Anteil weiblicher Tatverdächtiger in den vergangenen Jahren leicht gestiegen – auf 21,2 Prozent (2020: 20,6 Prozent). Von insgesamt 118.148 erfassten Tatverdächtigen waren 65,6 Prozent deutsche Staatsangehörige. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren türkische Staatsangehörige mit einem Anteil von 5,4 Prozent am häufigsten. Die Zahl der im Internet begangenen Straftaten hat leicht zugenommen: So lag der Anteil der Bedrohungen von Partnern oder Ex-Partnern im Internet im Jahr 2021 bei 6,6 Prozent – ​​im Jahr 2020 bei 4,8 Prozent.

Die Polizei führt dies auch auf die Auswirkungen des Gesetzes zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität zurück. Das 2021 in Kraft getretene Gesetz schreibt unter anderem vor, dass Drohungen und Beleidigungen im Internet von den Anbietern sozialer Netzwerke an das BKA gemeldet werden müssen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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