Mittwoch, November 30, 2022
StartNACHRICHTENRussische Teilmobilmachung: Moskau meldet 200.000 neue Rekruten

Russische Teilmobilmachung: Moskau meldet 200.000 neue Rekruten

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Zwei Wochen nach Beginn der Teilmobilisierung will die russische Armee weitere 200.000 Soldaten für den Krieg in der Ukraine angeworben haben. Das Gewicht dieser Truppen ist fraglich.

Nach Angaben Moskaus wurden seit der von Russlands Präsident Wladimir Putin vor zwei Wochen angekündigten Teilmobilmachung mehr als 200.000 Menschen zur Armee eingezogen.

Die mobilisierten Soldaten würden in „80 Truppenübungsplätzen und sechs Ausbildungszentren“ ausgebildet, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Armee- und Marinekommandanten sollten helfen, „Rekruten schnell an den Kampf anzupassen“ und zusätzliche Schulungen anzubieten.

Putin kündigte am 21. September die teilweise Mobilisierung von Russen im Militäralter an. Schoigu sagte damals, dass 300.000 Reservisten die russischen und separatistischen Kräfte in der Süd- und Ostukraine verstärken sollten. Bis zu 25 Millionen Russen könnten mobilisiert werden. Auch in Russland selbst sind die genaue Zahl der zusätzlichen Soldaten und die Rekrutierungsmethoden umstritten.

Letzte Woche räumte Putin die Fehler bei der Mobilisierung ein und kündigte an, sie zu korrigieren. Militärexperten halten es für möglich, dass viele der angeworbenen Soldaten aufgrund unzureichender Ausrüstung und Trainingszeit als „Kanonenfutter“ enden, um eine effektive Kampfstärke zu erreichen.

Russland steht derzeit an mehreren Fronten in der Ukraine unter militärischem Druck. Der Separatistenführer in der südukrainischen Region Cherson, Wladimir Saldo, räumte am Dienstag einen „Durchbruch“ ukrainischer Truppen und den Verlust des Dorfes Duschany ein. Dem Onlinedienst Telegram versicherte er dann jedoch, die russische Luftwaffe habe den ukrainischen Vormarsch „gestoppt“. Dafür gibt es keine Bestätigung.

Die Ukraine hingegen meldete am Dienstag die Befreiung mehrerer Städte in der Nähe von Cherson. Der Leiter des Präsidialbüros, Andriy Yermak, schrieb dem Nachrichtendienst Telegram von fünf zurückeroberten Orten. Videos des umkämpften Dorfes Davydiv Brid und der Dörfer Velyka Oleksandrivka und Starossillya am Fluss Inhulets kursierten in sozialen Netzwerken. Außerdem sollen ukrainische Einheiten nach Dudchany am Dnjepr verlegt worden sein.

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Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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