Samstag, Mai 21, 2022
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Russland beschießt ukrainische Kommandoposten und Munitionsdepots

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Die ukrainische Regierung hat kürzlich erklärt, sie werde alles tun, um die Verteidiger von Mariupol durch Verhandlungen mit Russland aus dem Industriegebiet herauszuholen. Es sei schwierig, sagten sie. Die stellvertretende Premierministerin Iryna Wereshchuk gab am Samstag bekannt, dass derzeit Verhandlungen für 60 Personen geführt werden, darunter verletzte Kämpfer und medizinisches Personal. „Da sind ein paar hundert Verletzte, die müssen erst gerettet werden, weil die Russen nicht allen auf einmal ihre Zustimmung geben“, sagte sie.

10.08 Uhr: Laut britischen Geheimdienstexperten wollte Moskau mit seinem Angriffskrieg einen Großteil der Ukraine dauerhaft unter prorussische Kontrolle bringen. Zudem sei es sehr wahrscheinlich, dass in dem Land manipulierte Referenden über die Eingliederung in die Russische Föderation abgehalten würden, teilte das britische Verteidigungsministerium am Samstag mit.

Bisher hat Russland jedoch nur in der südukrainischen Küstenstadt Cherson eine pro-russische Verwaltung installiert. Dies zeigt, wie die Invasion Moskaus politische Ziele verfehlt.

Die Verwaltung in Cherson hat angekündigt, die Eingliederung in Russland voranzutreiben. „Sollte Russland in Cherson ein Beitrittsreferendum abhalten, würde es mit ziemlicher Sicherheit die Ergebnisse manipulieren, um eine klare Mehrheit für eine Abspaltung von der Ukraine zu zeigen“, heißt es in der Erklärung. Die Bevölkerung wird sich aber wohl weiterhin gegen die russische Besatzung aussprechen.

8.11 Uhr: Im theaktuellenews-Interview spricht Bundeskanzler Olaf Scholz über sein jüngstes Telefonat mit Wladimir Putin, weitere Erleichterungen für die Bürger, den Stand der Koalition – und seine Forderungen an Gerhard Schröder. Lesen Sie hier das vollständige Interview.

7.49 Uhr: Die Nachrichtenagentur RIA meldet den Besuch eines hochrangigen Duma-Politikers in der von russischen Truppen besetzten Region Cherson. Die stellvertretende Vorsitzende des russischen Unterhauses, Anna Kuznetsova, habe der Bevölkerung Unterstützung bei der Beschaffung von Lebensmitteln und Medikamenten zugesagt, berichtet RIA. Wann der Besuch hätte stattfinden sollen, blieb offen. Bisher gibt es nur wenige bestätigte Berichte über Besuche hochrangiger russischer Politiker in Kampfgebieten.

Russland gab im April bekannt, dass es die vollständige Kontrolle über die Region Cherson übernommen habe. Das Gebiet ist strategisch wichtig, da es eine Landverbindung zwischen der 2014 annektierten Halbinsel Krim und den von Russland unterstützten separatistischen Gebieten des Donbass in der Ostukraine darstellt.

2 Uhr: Die ukrainische Führung sieht den Beginn der „dritten Phase“ des russischen Angriffskrieges und einen damit verbundenen langwierigen Kampf. „Phase eins“ sei ein Versuch, die Ukraine „in wenigen Tagen“ zu überrennen, sagte Viktor Andrusyw, Berater im ukrainischen Innenministerium, am Samstagabend im Fernsehen. In der zweiten Phase wiederum sollten die ukrainischen Streitkräfte eingekesselt und in mehreren Kesseln zerschlagen werden. „Und das haben sie auch nicht getan.“ In der neuen „dritten Phase“ bereitete sich das russische Militär darauf vor, das bisher gewonnene Territorium zu verteidigen. „Das zeigt, dass sie einen langen Krieg daraus machen wollen“, sagte Andrusyw.

1.15 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Militärführung konnten die eigenen Truppen zehn Angriffe der russischen Armee im Donbass abwehren. Mehrere Panzer, Transportfahrzeuge und Artilleriesysteme der Angreifer wurden zerstört. Die Kämpfe gingen jedoch an drei anderen Orten weiter.

Lokale Behörden in Luhansk berichten, dass die Stadt Rubischne vollständig von russischen Einheiten eingenommen wurde. Allerdings gibt es in Bilohorivka immer mehr Verluste auf russischer Seite. Ein komplettes Bataillon soll dort eine Offensive abgelehnt haben. Der Chef der Provinzverwaltung, Serhiy Haidai, verwies auf abgehörte Funksprüche. Unweit dieser Stellung zerstörten ukrainische Truppen vor wenigen Tagen mit Luftangriffen eine provisorische Brücke und russische Panzer. Das Kampfgebiet liegt zwischen Luhansk und Charkiw.

00:15 Uhr: Fast zweieinhalb Monate nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu noch mehr Druck der internationalen Gemeinschaft auf Moskau aufgerufen. „Mit jedem Kriegstag nehmen die globalen Bedrohungen zu, es gibt eine neue Gelegenheit für Russland, Instabilität in anderen Teilen der Welt zu provozieren, nicht nur hier in Europa“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache am Freitagabend. Inzwischen aber sterben in der Ukraine Männer und Frauen, „die ihr Bestes geben, damit alle frei leben können“, sagte Selenskyj. „Deshalb ist viel mehr Druck auf Russland erforderlich.“

Mitternacht: Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sieht das politische Ende von Kremlchef Wladimir Putin als Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Ich bin überzeugt, dass dieser Krieg auch das Ende Wladimir Putins einläuten wird“, sagte Klingbeil dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND/Samstag) laut Vorbericht.

Auf die Frage, ob Putin im eigenen Land gestürzt werde, sagte Klingbeil: „Die Bevölkerung wird erkennen, dass Putin und seine Elite dafür verantwortlich sind, dass dieser menschenverachtende Krieg in der Ukraine auch im eigenen Land Wohlstand, Arbeitsplätze und Lebensperspektiven kosten wird. „Mit diesem Krieg hat Putin Russland jahrelang isoliert. „Das Land, die elftgrößte Volkswirtschaft, wird durch die Sanktionen um Jahrzehnte zurückgeworfen.“ Fachkräfte verlassen zu Tausenden das Land.

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