Samstag, Dezember 10, 2022
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"Russland will Aufschub" Ukraine: Ein Waffenstillstand würde die Situation nur verschlimmern

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Die Vereinigten Staaten halten den Zeitpunkt für Verhandlungen für günstig. Doch der ukrainische Präsident Selenskyj hält wenig von einer Kriegspause. Die einzige Lösung ist die „vollständige Zerstörung der russischen Aggression“. Unterdessen häufen sich auf beiden Seiten Foltervorwürfe.

Aufhebung der Kriegspause: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Idee eines „kurzfristigen Waffenstillstands“ mit Russland mit der Begründung zurückgewiesen, dies würde die Lage nur verschlimmern. „Russland will jetzt einen kurzen Waffenstillstand, eine Atempause, um wieder zu Kräften zu kommen“, sagte der Präsident in einer Rede, die auf dem Internationalen Sicherheitsforum im kanadischen Halifax übertragen wurde.

Eine solche Atempause würde den Krieg nicht beenden, sondern alles nur noch schlimmer machen, sagte er. „Ein (…) wirklicher, dauerhafter und ehrlicher Frieden kann nur aus der vollständigen Zerstörung der russischen Aggression entstehen“, betonte Selenskyj in seiner Rede.

Das Weiße Haus hatte zuvor bekräftigt, dass nur das ukrainische Staatsoberhaupt über die Aufnahme von Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland entscheiden könne, und damit den Verdacht zurückgewiesen, dass die USA diesbezüglich Druck auf Kiew ausüben würden. US-Stabschef Mark Milley hat zuvor zweimal gesagt, dass die laufenden ukrainischen Rückeroberungen möglicherweise eine Gelegenheit sein könnten, Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts aufzunehmen.

Seit Beginn ihrer Gegenoffensive Ende August konnte die ukrainische Armee einige Gebiete von Russland zurückerobern, darunter die strategisch wichtige Regionalhauptstadt Cherson im Süden. Russland hat zuletzt wiederholt die Energieinfrastruktur der Ukraine angegriffen. Nun hieß es aus Kiew, „fast die Hälfte“ des ukrainischen Energiesystems sei „funktionsunfähig“. Millionen Ukrainer waren ohne Strom. Gleichzeitig fiel in der Hauptstadt Kiew der erste Schnee. Für die kommenden Tage wurden Temperaturen von minus zehn Grad Celsius erwartet.

Nach neun Monaten Krieg häufen sich auch die Berichte über Kriegsverbrechen auf beiden Seiten. Die US-Universität Yale veröffentlichte eine Studie, wonach Hunderte Ukrainer während der russischen Besetzung Chersons festgenommen wurden und viele von ihnen verschwanden. Es wird angenommen, dass etwa ein Viertel der Menschen gefoltert wurde, und vier von ihnen starben in Gefangenschaft. Hinter den meisten Fällen steckt laut Conflict Observatory eine vom US-Außenministerium, dem russischen Militär und dem russischen Geheimdienst FSB unterstützte Forschungsgruppe.

Russland beschuldigte derweil die Ukraine, mehrere Soldaten hingerichtet zu haben, die sich zuvor ergeben haben sollen. Das russische Verteidigungsministerium sprach in einer Erklärung von der „vorsätzlichen und systematischen Ermordung von mehr als zehn gefesselten russischen Soldaten“, denen „in den Kopf geschossen“ worden sei. Als Beweismittel verwies Moskau auf Videos, die in Online-Netzwerken kursierten. Die ukrainische Armee sagte, sie werde die Echtheit dieser Videos überprüfen, bevor sie Ermittlungen einleite.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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