Sonntag, Oktober 2, 2022
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Schachweltmeister Carlsen gibt die Partie nach nur einem Zug auf

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Schachweltmeister Magnus Carlsen gibt bei einem Online-Turnier nach nur einem Zug auf. Hintergrund ist ein Streit mit Gegner Hans Niemann, der sich gegen Betrugsvorwürfe wehren muss.

Nächster Skandal zwischen Schachweltmeister Magnus Carlsen und dem talentierten Teenager Hans Niemann: Die Online-Partie am Montag (19. September 2022) zwischen den beiden Schachprofis im Rahmen des „Julius Bär Generationen Cup“ dauerte nur wenige Sekunden. Carlsen gab nach nur einem Zug auf und verließ den Videochat. Die Schachszene brodelt.

Bereits Anfang September kam es zu einem Eklat zwischen den beiden Kontrahenten. Nach einer unerwarteten Niederlage gegen den US-Amerikaner Niemann verließ Carlsen überraschend das Präsenzturnier „Sinquefield Cup“ in St. Louis, äußerte sich aber nicht öffentlich zu seinen Beweggründen. Auf Twitter hat er gerade ein altes Interview mit Fußballstar-Trainer José Mourinho gepostet, der sagte: „Ich sage lieber nichts. Wenn ich etwas sage, bekomme ich großen Ärger und ich will keinen großen Ärger bekommen.“ .“

In der Schachszene wurde Carlsens Ausstieg als Betrugsvorwurf gegen Niemann interpretiert. Angeheizt wurden die Spekulationen unter anderem durch den amerikanischen Großmeister Hikaru Nakamura, der mit seinen Online-Streams ein Millionenpublikum erreicht.

Während des „Sinquefield Cup“ in St. Louis gab der 19-jährige Niemann ein emotionales Interview, in dem er zugab und bedauerte, als junger Teenager zweimal bei Online-Spielen geschummelt zu haben, aber nie persönlich am Schachbrett. Ob der talentierte US-Profi nur zweimal in Online-Spielen schummelte, ist unklar. Als Teil der Vorwürfe um den Sinquefield Cup sperrte die weltgrößte Schachplattform Chess.com sein Konto unter Berufung auf Beweise zur Untermauerung der Vorwürfe. Näher ins Detail gehen die Betreiber der Plattform noch nicht.

Tatsächlich fanden Untersuchungen der Schiedsrichter von St. Louis keine Hinweise auf unsportliches Verhalten in dem Rahmen des Turniers 2022, wie in einem offiziellen Statement bestätigt wird – auch nicht von Niemann. Alle Spieler wurden täglich vor dem Betreten der Wettkampfstätte gefilzt und auf nicht autorisierte elektronische Geräte überprüft. Nach Carlsens Ausstieg wurden die Sicherheitsvorkehrungen nochmals erhöht und beispielsweise eine 15-minütige Verzögerung des Livestream-Signals beschlossen.

Carlsens sofortiger Rücktritt vom „Generation Cup“ zieht Kritik aus der Schachszene nach sich. Der ungarische Großmeister Peter Leko war „sprachlos“. Maurice Ashley, US-Schachspieler, twitterte: „Das ist schockierend und beunruhigend. Niemand kann glücklich sein, dass dies in der Schachwelt passiert. Unglaublich!“

Aus Sicht der Internationalen Meisterin Jovanka Houska, die das Turnier kommentierte, goss Carlsen „mehr Öl ins Feuer“ und sprach von einer „Hexenjagd“ gegen Niemann, bei der es keine Hinweise auf Schummelei gab. Tatsächlich hinterließ der Skandal bei dem talentierten US-Teenager seine Spuren. Nach Carlsens Ausstieg zeigte sich seine sportliche Form beim „Sinquefield Cup“ nach unten.

Aber auch Carlsens Ruf wurde durch die Affäre beschädigt. Der ranghöchste Schachspieler der Geschichte scheint in einer Sinnkrise zu stecken. Da er in der erneuten Verteidigung seines WM-Titels keine sportliche Herausforderung mehr sieht, werden im kommenden Jahr der Russe Ian Nepomniachtchi und der Chinese Ding Liren im direkten Duell um die WM-Krone kämpfen.

Diese: sportschau.de





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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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