Montag, Oktober 18, 2021
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Schäuble zieht sich aus der Parteiführung zurück

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Deutschland hat gewählt. Die Parteien loten die nächste Regierungskoalition aus. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Newsblog.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble will beim geplanten Sonderparteitag der CDU nicht mehr für den Bundesvorstand kandidieren. „Er steht nicht für eine Kandidatur für den Bundesvorstand seiner Partei zur Verfügung“, sagte ein Sprecher von Schäuble. Der 79-Jährige will für die gesamte Legislaturperiode im Bundestag bleiben; in seinem Wahlkreis Offenburg gewann er bei der Wahl erneut das Direktmandat. Der Sprecher sagte, er wolle dies während der gesamten Wahlperiode sehen.

Nach ihrem historischen Debakel bei der Bundestagswahl will die CDU auf einem Sonderparteitag den gesamten Bundesvorstand wiederwählen. Ob der Parteitag im Dezember oder möglichst im Januar stattfindet, ist unklar. Bisher gehört Schäuble als Bundestagspräsident dem CDU-Präsidium an. Allerdings wird das Amt nach der Bundestagswahl wieder besetzt, in der Regel geht es an die stärkste Fraktion im Bundestag, jetzt die SPD. (12.10.2021)

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP haben sich zum Stand der Sondierungen für eine mögliche Ampelkoalition geäußert. „Wir haben darüber gesprochen, wie wir die Probleme des Landes lösen können – über alle Themen hinweg, die für die Erkundungen relevant sind“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner: Die Gespräche seien „sehr intensiv“ gewesen. Die Zahl der Ähnlichkeiten habe zugenommen, so Kellner – „aber es gibt noch Fragen zu klären“.

Auch Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, sprach von intensiven Diskussionen, in denen „alle relevanten Themen angesprochen wurden“. „Wir sind zusammen aufgebrochen. Und das hat in diesen eineinhalb Tagen gut geklappt.“ Er sagte dies im vollen Bewusstsein, dass die Parteien noch einen langen Weg vor sich haben und noch die eine oder andere Hürde auf dem Weg sein würde. Klingbeil ist sich jedoch sicher, dass die drei Parteien die Hürden gemeinsam überwinden können.

Was jetzt gebraucht wird, ist eine Regierung, die die großen Aufgaben bewältigen kann. Als Beispiele nannte Klingbeil die Digitalisierung, die Frage des modernen Staates, den Klimaschutz und Europa. Und weiter: „Es geht darum, den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu zeigen, dass die Politik an sie denkt und dafür sorgt, dass sie die Herausforderungen der Zukunft meistern.“ Nun gilt es zu bewerten, was bisher besprochen wurde – er ist guter Dinge, dass dies gelingen wird.

Die Stunde der Wahrheit liege nun „noch vor uns“, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing. „Wir werden die Diskussionen der letzten Tage auswerten und zu Papier bringen, was wir gemeinsam tragen können.“ Das wird die Grundlage für eine gemeinsame Entscheidung sein. „Unser Ziel ist es, bis Freitag eine Entscheidungsgrundlage zu haben.“ Auf dieser Grundlage wird dann entschieden, ob den Gremien empfohlen werden kann, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

Noch bevor sich die Spitzen von SPD, Grünen und FDP offiziell zu ihren Erkundungen äußern, verriet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, welche Themen bei den Erkundungen beim Verlassen des Veranstaltungsortes aufgekommen waren. „Europa, Migration und Flucht – und noch etwas, ich war nicht dabei“, sagte der Grünen-Politiker nach der Erkundungsrunde am Dienstag. Bei ihren Äußerungen hielten sich die drei Vertreter der Parteien jedoch hinsichtlich des weiteren Inhalts zurück.

Um neun Uhr trafen sich die Parteivertreter in Berlin. Geplant war, dass alle wichtigen Themen wie Klimaschutz, Finanzen und Wirtschaft diskutiert werden. Am Montag hatten die Vertreter der drei Parteien rund zehn Stunden lang sondiert, sich danach aber nicht öffentlich zum Inhalt der Gespräche geäußert.

Am Mittwoch und Donnerstag wollen die Generalsekretäre der Parteien in kleinen Gruppen weiterarbeiten, während SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz nach Washington reist, um die G-20-Finanzminister zu treffen. Ziel ist es, die Erkundungen zur Bildung einer Ampelkoalition möglicherweise schon am Freitag mit einer grundsätzlichen Einigung zu beenden. Dann könnten die Gremien der Parteien beschließen, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. (12.10.2021)

Die stellvertretende Vorsitzende der Union-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, ist der Meinung, dass Frauen stärker in die Neuordnung der CDU eingebunden werden sollten. „Wir haben seit Jahren zu wenig Frauen im Parlament und in der Partei. Wir müssen mehr bekommen“, sagte sie Rheinische Post. Das Geschlecht des künftigen Vorsitzenden oder Vorsitzenden ist zwar zweitrangig: Es braucht jemanden, „der die Partei zusammenführt und erweitert“. Trotzdem habe die Partei lange Zeit weibliche Vorsitzende – das sei gut für die Partei, sagte Schön.

Auch die Vorsitzende der Frauenunion, Annette Widmann-Mauz, findet: „Die Neupositionierung der CDU in Deutschland kann inhaltlich, personell und strukturell nur mit den Frauen in der Partei gelingen.“ Das sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Frauengewerkschaft beteiligt sich an dem nun eingeleiteten Prozess mit einer Konferenz von Frauenbeauftragten und Vertreterinnen. Dies wird in Kürze erfolgen. Alle weiblichen Mitglieder der CDU gehören der Frauengewerkschaft an. (12.10.2021)

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP haben ihre Erkundungen zur Bildung einer Ampelkoalition gestartet. Es soll nun auch in kleineren Gruppen über Details diskutiert werden, wie es von den Teilnehmern hieß. Zum Stand der Gespräche haben sich die Vertreter der Parteien noch nicht im Detail geäußert. Es zeichnet sich jedoch ab, dass es Unterschiede bei Steuern, Schulden und der Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen gibt.

Die Spitzenvertreter von FDP und Grünen – Christian Lindner und Volker Wissing sowie Robert Habeck und Annalena Baerbock – trafen sich am Montagmorgen auf dem Berliner Messegelände, wo sich bereits einige Klimaschützer versammelt hatten. Diese verlangten mehr Geschwindigkeit, um die globale Erwärmung einzudämmen.

Die Gespräche sollen bis 19 Uhr dauern. Weitere Treffen werden für Dienstag und Freitag angekündigt. Am Mittwoch und Donnerstag wollen die Generalsekretäre der Parteien in kleinen Gruppen weiterarbeiten, während SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz nach Washington reist, um die G-20-Finanzminister zu treffen. Bis Ende der Woche wollen die Parteien endlich eine Zwischenbilanz ziehen. FDP und Grüne wollen dann entscheiden, ob sie mit der SPD in Koalitionsverhandlungen eintreten. (11.10.2021)

Für einen möglichen personellen Neuanfang der Bundes-CDU erwartet Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann nach den Gesprächen am Montag einen klaren Zeitplan. „Ich gehe davon aus, dass das Präsidium einen klaren Zeitplan beschließt, der den Weg zu einem Sonderparteitag weist“, sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Wahl eines möglichen neuen Bundesvorsitzenden sollten die Mitglieder nach Ansicht von Althusmann stärker eingebunden werden. Vor allem, wenn es um eine umstrittene Entscheidung zwischen mehreren Kandidaten geht. „Meiner Meinung nach ist die CDU seit den engen parteiinternen Entscheidungen tief gespalten. Der Streit zwischen CDU und CSU um die Frage des Kanzlerkandidaten hat sein Übriges getan. Das war eine schwere Belastung im Wahlkampf.“

CDU-Chef Armin Laschet hat angekündigt, an diesem Montag den Spitzengremien der Partei einen Vorschlag zur Neuordnung des Personals unterbreiten zu wollen. Diesen Prozess möchte er selbst moderieren. Zunächst die nächste Tour um Laschet, das Präsidium, trifft sich um 9 Uhr in Berlin Der größere Bundesvorstand trifft sich ab 11 Uhr

Auf die Frage, wer die CDU künftig führen wird, sagte Althusmann, Friedrich Merz habe „einen gewissen natürlichen Führungsanspruch“. Er ist zwar vom Alter her nicht das junge Gesicht, aber er würde bei einer Mitgliederbefragung die größte Zustimmung innerhalb der Partei genießen. „Aber so wie ich es verstehe, will er sich mit namhaften Kandidaten wie Jens Spahn, Norbert Röttgen oder anderen nicht noch einmal streiten.“

Als möglichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz sieht Althusmann Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. „Er ist jung und hat noch Regierungserfahrung. Obwohl er nächstes Jahr vor einer Landtagswahl steht, muss das kein Ausschlusskriterium sein.“ Günther will wohl nicht für den Vorsitz kandidieren. Des Welt Er sagte: „Ich helfe gerne bei der Neuausrichtung der Bundesregierung, aber nicht an vorderster Front.“ Er plädierte für eine Neuausrichtung der CDU in diesem Jahr. „Insgesamt brauchen wir einen Neuanfang und sollten daher unseren gesamten Vorstand neu wählen – noch in diesem Jahr.“ Günther kritisierte, dass „in der Debatte um die Neuordnung der Partei immer nur Männer eine Rolle spielen. Das stört mich extrem.“ (11.10.2021)

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