Montag, Januar 24, 2022
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"Scheint die Bodenhaftung verloren zu haben" – Mehr als eine halbe Million Euro – CDU-Politiker ließen das EU-Büro umbauen

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An seinem Arbeitsplatz lassen sich Fenster einfärben und Türen elektronisch öffnen: Jetzt muss sich der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, harsche Kritik anhören.

Der stellvertretende Präsident des EU-Parlaments, Rainer Wieland (CDU), ist wegen der hohen Kosten für den Umbau seines Büros kritisiert worden. Nach Informationen des „Spiegel“ ließ Wieland seinen Arbeitsplatz für knapp 630.000 Euro umbauen. Das Magazin verweist auf einen Überblick über die Parlamentsverwaltung. Die Modernisierung soll im Rahmen eines sogenannten „Ideenlabors“ stattgefunden haben, in dem neue Bürotechnik getestet werden soll.

Unter anderem sollen sich Fenster im Büro von Wieland per Knopfdruck öffnen und schließen, die Fensterscheiben verdunkeln und die Türen elektronisch verriegeln lassen. Rund 135.000 Euro soll die Einrichtung eines Raums für Online-Konferenzen gekostet haben. Für die Ausstattung wurden rund 490.000 Euro bezahlt, davon 50.000 Euro für Abbruch- und Umbauarbeiten.

Der Grünen-Europaabgeordnete und zuständige Berichterstatter des Haushaltskontrollausschusses, Daniel Freund, kritisierte die Umbauarbeiten: „Da hat offenbar jemand den Bezug zur Realität verloren.“ Offenbar gab es keine konkrete Kostenschätzung für das Projekt, und die Summen konnten den europäischen Steuerzahlern nicht mitgeteilt werden.

Wieland ist seit 1997 Mitglied des Europäischen Parlaments und seit 2009 einer der Vizepräsidenten des Parlaments. Seitdem ist er nicht nur für den Haushalt des Parlaments, sondern auch für dessen Gebäude und Infrastruktur verantwortlich.

Wieland verteidigte hingegen die hohen Kosten: „Es geht nicht um den persönlichen Komfort, sondern um moderne und effiziente Bürotechnik, die später auf alle Abgeordneten ausgerollt werden soll.“

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