Samstag, Dezember 10, 2022
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Schelte Dänemark und Schweden Russland will Teil der Pipeline-Untersuchung

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Wer steckt hinter der Zerstörung der Ostseepipelines? Das Ermittlungsteam wird von Dänemark und Schweden geleitet, aber Moskau fordert eine aktive Beteiligung. Das BKA geht derweil von einem staatlichen Sabotageakt aus und warnt vor Nachahmeraktionen.

Russland will sich an der Untersuchung der Lecks in den Nord-Stream-Pipelines beteiligen. Die Einbeziehung Russlands sollte selbstverständlich sein, sagte der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow. Auch Russland ist an einer Klärung interessiert. „Bisher haben wir jedoch nur beunruhigende Äußerungen auf Pressekonferenzen in Dänemark und Schweden gehört, wonach eine Zusammenarbeit mit Russland ausgeschlossen sei.“ Die russische Regierung erwartet diesbezüglich „einige Klarstellungen“.

Russlands Präsident Wladimir Putin selbst bezeichnete die Lecks in den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 als „Akt des internationalen Terrorismus“. Als „absurd“ hatte der Kreml unter anderem Vorwürfe der Ukraine bezeichnet, Russland zerstöre die eigene Infrastruktur, um die Energiekrise in Europa zu verschärfen.

Die Pipeline-Untersuchungen werden von Dänemark und Schweden geleitet, in deren Hoheitsgewässern die Lecks aufgetreten sind. Deutschland ist an einem gemeinsamen Ermittlungsteam beteiligt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums in Berlin sagte. Ihr sei kein Antrag Russlands auf Beteiligung bekannt.

Nato- und europäische Regierungen gehen von einem Sabotageakt gegen die Nord-Stream-Röhren aus. Eine Regierungssprecherin betonte in Berlin, alle verfügbaren Informationen deuteten darauf hin, „dass es sich um einen vorsätzlichen Sabotageakt handelte“.

Der „Spiegel“ zitiert aus einem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA), wonach die Ermittler von einem staatlich gesteuerten Sabotageakt ausgehen. „Gerade angesichts der hohen Komplexität der Tatausführung und der entsprechenden Vorbereitung erscheint es wahrscheinlich, dass staatliche Akteure tätig werden“, zitiert der „Spiegel“ den Bericht. Die Sprecherin des Innenministeriums und die Regierungssprecherin wollten sich dazu nicht äußern. Das BKA warnt laut „Spiegel“ vor weiteren Angriffen auf die kritische Infrastruktur. Das BKA führe eine solche Gefährdungsbeurteilung laufend durch und teile seine Informationen gegebenenfalls mit den betroffenen Unternehmen, sagte die Ministeriumssprecherin.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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