Sonntag, Oktober 2, 2022
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Schlauchboot verlor Luft: 38 Menschen wurden aus dem Ärmelkanal gerettet

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Migranten versuchen immer wieder, in kleinen Booten den Ärmelkanal zu überqueren. 38 waren nun in akuter Gefahr, weil ihr Schlauchboot die Luft verlor. Alle konnten gerettet werden – nach einer halben Stunde im Wasser.

Britische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben 38 Menschen aus dem Ärmelkanal gerettet – vermutlich handelt es sich um Migranten. Das Schlauchboot, in dem sie unterwegs waren, verlor am frühen Donnerstagmorgen plötzlich schnell die Luft, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.

Manche Leute hätten fast eine Stunde im Wasser verbracht. Sie wurden in die Hafenstadt Dover gebracht. Ihr Zustand ist stabil, es gibt keine Todesfälle. Insgesamt erreichten am Donnerstag mehr als 600 Migranten in 14 Booten das Land.

Schätzungen zufolge haben in diesem Jahr bisher rund 29.700 Menschen die gefährliche Überquerung des Ärmelkanals von Frankreich nach Großbritannien gewagt. Das sind bereits deutlich mehr als im Vorjahr, als die Regierung insgesamt rund 28.500 Migranten zählte.

Auch die Zahl der Menschen auf den einzelnen Booten ist nach offiziellen Angaben in diesem Jahr deutlich gestiegen: von durchschnittlich 28 im Jahr 2021 auf bisher 44 im Jahr 2022.

Die meisten Kanalüberquerungen in diesem Jahr wurden am 22. August registriert: fast 1300 Menschen in 27 Schiffen. Es wird angenommen, dass die Zunahme der Überfahrten mit verbesserten Wetterbedingungen im Sommer zusammenhängt.

Zuletzt sagte die Regierung, es sei erstaunlich, dass es in diesem Jahr bisher keine schwerwiegenden Zwischenfälle gegeben habe. Im November 2021 starben im Ärmelkanal 27 Menschen, nachdem ihr Schlauchboot gekentert war.

Die konservative britische Regierung versucht, gegen illegale Überfahrten vorzugehen. Zur Abschreckung sollen Migranten nach Ruanda ausgeflogen werden und statt in Großbritannien in dem ostafrikanischen Land Asyl beantragen.

Wenn dem Antrag stattgegeben wird, sollten sie dort bleiben. Andernfalls droht ihnen die Abschiebung in ihre Herkunftsländer. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sieht in dem Plan einen Bruch des Völkerrechts.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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