Montag, Februar 6, 2023
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"Schon in naher Zukunft" Nato-Chef setzt auf schnelle Lieferung schwerer Waffen

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Die Diskussion um die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine nimmt Fahrt auf. Nachdem Großbritannien 14 Challenger-Panzer zur Verfügung stellt, erwartet Nato-Generalsekretär Stoltenberg weitere Ankündigungen. Militärische Unterstützung sei der schnellste Weg zum Frieden, glaubt er.

Im Vorfeld neuer Gespräche in Ramstein über westliche Militärhilfe für die Ukraine hat sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg für weitere Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen. „Die jüngsten Zusagen für schweres Kriegsgerät sind wichtig – und ich erwarte in naher Zukunft weitere“, sagte Stoltenberg dem „Handelsblatt“.

Großbritannien hat am Samstag angekündigt, der Ukraine 14 Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 zur Verfügung zu stellen. Auf die Frage, ob Deutschland jetzt auch umziehen müsse, sagte Stoltenberg: „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase des Krieges. Wir erleben schwere Kämpfe. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Ukraine mit den Waffen ausstatten, die sie braucht, um siegen zu können – und als unabhängige Nation überleben.“ Militärische Unterstützung für die Ukraine ist der schnellste Weg zum Frieden.

Kiew fordert seit Monaten mehr schwere Waffen. Neben anderen Waffen und Luftverteidigungssystemen hat Deutschland der Ukraine bisher den schwächeren Schützenpanzer Marder zugesagt. Polen und Finnland haben kürzlich ihre Bereitschaft signalisiert, Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu übergeben.

Das erhöht den Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ampelregierung. Der Nato-Generalsekretär warnte davor, Russland im Ukraine-Krieg zu unterschätzen. „Was ihnen an Moral und Training fehlt, versuchen die Russen in schieren Zahlen auszugleichen. Und sie haben bewiesen, dass sie bereit sind, schwere Verluste in Kauf zu nehmen, um ihre Ziele zu erreichen.“

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte die Mitglieder der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe zu einem Treffen auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz eingeladen. Das dritte Treffen dieser Art findet am kommenden Freitag statt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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