Samstag, Oktober 1, 2022
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Schwere Kämpfe an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan

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Seit mehr als 30 Jahren streiten sich die beiden Länder um die Grenze – nun sind die Kämpfe zwischen Kirgistan und Tadschikistan wieder aufgeflammt. Das hat laut Experten auch etwas mit dem Ukraine-Krieg zu tun.

Im Streit um die Grenze zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgisistan und Tadschikistan in Zentralasien ist es zu heftigen Kämpfen gekommen. „Entlang der gesamten kirgisisch-tadschikischen Grenze finden schwere Kämpfe statt“, sagte der kirgisische Grenzschutz. Dies wurde auch von tadschikischer Seite bestätigt.

Beide Staaten warfen sich gegenseitig Beschuss und den Einsatz schwerer Waffen vor. Auch Kirgistan meldete mehr als 30 Verletzte in den eigenen Reihen. Der kirgisische Grenzschutz sagte, tadschikische Sicherheitskräfte hätten das Feuer eröffnet. Auch die tadschikische Seite setzte Panzer ein.

Der kirgisische Grenzschutz wirft Tadschikistan zudem vor, den Flughafen der Stadt Batken und angrenzende Gebiete im Südwesten Kirgisistans beschossen zu haben.

Tadschikistan wiederum beschuldigte die kirgisischen Streitkräfte, einen tadschikischen Grenzposten und sieben Dörfer mit schweren Waffen angegriffen zu haben. Nach Angaben der Behörden in der Stadt Isfara wurde ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt.

Schon Mitte der Woche tauschten Grenzschützer Schüsse aus. Zwei tadschikische Beamte wurden getötet und sechs Soldaten und fünf Zivilisten verletzt. Kirgisistan seinerseits meldete zwei verwundete Soldaten und zwei verwundete Zivilisten.

Der kirgisische Präsident Sadyr Japarov und der tadschikische Präsident Emomali Rachmon nehmen derzeit beide am Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organization (SCO) in Usbekistan teil.

An der Grenze zwischen den beiden mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepubliken kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten. Angesichts des Ukraine-Krieges und des ebenfalls wieder aufgeflammten Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan steht die aktuelle Gewalt unter anderen Vorzeichen.

Vor wenigen Tagen hat das autoritäre Aserbaidschan im Südkaukasus seinen Nachbarn Armenien angegriffen. Seit Jahren schwelende Konflikte sind in jüngster Zeit in mehreren Regionen des postsowjetischen Raums eskaliert. Beobachter befürchten, dass solche Spannungen zunehmen werden, weil Russland, das eigentlich in der gesamten Region militärisch stark präsent ist, derzeit in den Krieg gegen die Ukraine verwickelt ist.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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