Donnerstag, Januar 20, 2022
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Sechs Monate nach dem Hochwasser beginnt der Abtransport der Schienenfahrzeuge

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Im Juli liefen wegen der Flutkatastrophe Fahrzeuge der Deutschen Bahn und der Vulkan-Eifel-Bahn auf Grund. Sechs Monate später beginnt der Transport. Doch gerade auf der Strecke zwischen Trier und Köln weist die Strecke noch immer schwere Hochwasserschäden auf.

Gut ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe in Westdeutschland hat in der Eifel der Abtransport teilbeschädigter Schienenfahrzeuge begonnen. Bis Ende Januar sollen zehn Schienenfahrzeuge von Gerolstein über die stillgelegte Eifelquerbahn zu Werkstätten an verschiedenen Orten geschleppt werden, teilte die Bahn mit. Die Fahrzeuge der Deutschen Bahn und der Vulkan-Eifel-Bahn strandeten im Juli 2021 aufgrund der Wassermassen auf der zerstörten Infrastruktur und konnten nicht weiterfahren.

Zu den zu überführenden Objekten gehören auch drei Rheingold-Wagen, die zunächst von Gerolstein nach Kaisersesch geschleppt werden sollen, teilte der Verein Eifelquerbahn mit. Die Regionalfahrzeuge der Deutschen Bahn sollen ab dem 20. Januar in Richtung Köln transportiert werden.

Die Eifelstrecke zwischen Trier über Gerolstein nach Köln weist nach Angaben der Bahn noch teilweise schwere Hochwasserschäden auf: Insgesamt 50 Kilometer Gleise und zehn Kilometer Bahndamm müssen erneuert werden. Um die liegengebliebenen Waggons abtransportieren zu können, wurden mit dem Eisenbahn-Bundesamt Evakuierungsfahrten auf der stillgelegten Eifelquerbahn ermöglicht.

Für den Transport schnitt die Bahn unter anderem die Vegetation entlang der Strecke zurück. Gleichzeitig untersuchten Spezialisten die Gleise und die Brücke über die Kyll und gaben grünes Licht: Die Eifelquerbahn kann einmalig mit stark reduzierter Geschwindigkeit zum Abschleppen der Waggons genutzt werden, wie die Bahn mitteilte.

Für die Zukunft der Eifelquerbahn hat der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord angekündigt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Eine mögliche Reaktivierung des Linien- und Nahverkehrs im Taktfahrplan soll geprüft werden.

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