Dienstag, Oktober 19, 2021
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"Sehr schnell, viel" Studie fordert massive Klimaschutzinvestitionen

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Inzwischen herrscht Einigkeit darüber, dass es beim Klimaschutz kein „business as usual“ geben kann. Was und wie viel tatsächlich investiert wird, um die Klimaziele zu erreichen, wird derzeit bei den Koalitionsgesprächen verhandelt. Eine interdisziplinäre Studie zeigt: Politiker müssen wichtige Entscheidungen sofort treffen.

Schnellerer Kohleausstieg, deutlich mehr Tempo beim Ausbau von Ökostrom: Das sind Eckpunkte, mit denen Deutschland aus Sicht der Wissenschaftler die Klimaziele erreichen kann. Um Deutschland in weniger als 25 Jahren klimaneutral zu machen, müsse die nächste Bundesregierung „sehr schnell viel in Gang bringen“.

In einer am Montag vorgestellten Studie des institutsübergreifenden sogenannten Ariadne-Projekts heißt es: „Die Klimaschutzziele für 2030 und 2045 sind extrem anspruchsvoll und nur mit massiven Investitionen, zusätzlichen politischen Maßnahmen und Infrastrukturausbau in allen Sektoren zu erreichen.“ .“ Von „besonderer Relevanz“ sei die starke Beschleunigung der Energiewende bis 2030 – also die Umstellung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas auf erneuerbare Energien aus Wind und Sonne.

„Ohne enorme Dekarbonisierungs- und Infrastrukturmaßnahmen in diesem Jahrzehnt werden die Klimaschutzziele für 2030 verfehlt – das würde das Erreichen des langfristigen Ziels der Klimaneutralität im Jahr 2045 sehr unwahrscheinlich machen.“ Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne soll der Studie zufolge bis 2030 um rund 50 Prozent höher ausfallen als bisher angestrebt. Der Ausstieg aus der immer unwirtschaftlich werdenden Kohle würde bereits 2030 auf einem Kurs in Richtung Klimaneutralität erfolgen – geplant ist derzeit 2038 at das Neueste.

„Der Strukturwandel in den betroffenen Regionen wird sich entsprechend beschleunigen und muss aktiv gestaltet werden“, heißt es in der Studie. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wären zusätzliche gas- oder wasserstoffbetriebene Spitzenlastkraftwerke erforderlich. Darüber hinaus sind erhebliche zusätzliche Anstrengungen erforderlich, um die Sektorziele für Industrie, Gebäude und Verkehr zu erreichen.

Die Studie trägt den Titel: „Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045“. Es geht um Szenarien und Pfade im Modellvergleich. Die Analysen machten die „Dringlichkeit“ des politischen Handlungsbedarfs deutlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen und den Kurs in Richtung Klimaneutralität im Jahr 2045 anzupassen. An dem sogenannten Ariadne-Projekt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zahlreichen Instituten beteiligt, die von das Bundesbildungsministerium, darunter das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie verschiedene Fraunhofer-Institute.

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