Dienstag, Januar 31, 2023
StartNACHRICHTENSeit Jahren in Reparatur Kiew: Russlands einziger Flugzeugträger "in kritischem Zustand"

Seit Jahren in Reparatur Kiew: Russlands einziger Flugzeugträger "in kritischem Zustand"

- Anzeige -


Die „Admiral Kuznetsov“ ist Russlands einziger Flugzeugträger. Diese hätte Moskau im Ukraine-Krieg gebrauchen können – doch ihr Zustand lässt laut Kiew zu wünschen übrig. Der 305 Meter lange Koloss soll nach Modernisierung 2021 wieder in See stechen. Ob es in absehbarer Zeit zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Russlands einziger Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ befindet sich nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR in einem so schlechten Zustand, dass er sich weder aus eigener Kraft fortbewegen noch zu Wasser lassen kann. Wie HUR in seinem Telegram-Kanal berichtet, versuchen das russische Militär und das Management der Werft, in der die „Admiral Kuznetsov“ derzeit repariert wird, sich gegenseitig die Schuld für den „kritischen Zustand“ des Schiffes zuzuschieben. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Die „Admiral Kuznetsov“ wurde 1985 vom Stapel gelassen und 1991 in Dienst gestellt. 2017 sollte der Flugzeugträger nach Abschluss eines Einsatzes im Syrienkrieg – dem ersten und bisher einzigen militärischen Einsatz des 305-Meter-Koloss – repariert und repariert werden komplett modernisiert. Seitdem befindet es sich in der Werft im nordrussischen Murmansk. Im Jahr 2018 erlitt das Schiff ein Leck, als es von einem Schwimmdock sank. Ein Kran war ebenfalls zusammengebrochen und hatte ein großes Loch in das Deck gerissen.

Ein Jahr später geriet die „Admiral Kuznetsov“ in Brand. Zwei Menschen starben und 14 wurden verletzt. Am 22. Dezember brach auf dem Flugzeugträger ein weiteres Feuer aus. Nach offiziellen Angaben gab es keine Schäden oder Verletzungen.

Um die Arbeiten an der „Admiral Kuznetsov“ fortzusetzen, sei kürzlich entschieden worden, das Schiff vom Trockendock auf einen der Liegeplätze der Werft zu verlegen, berichtete HUR auf Telegram. Bei der Vorbereitung des Transports sei jedoch festgestellt worden, dass sich der Flugzeugträger nicht aus eigener Kraft bewegen könne, teilte der ukrainische Geheimdienst mit, ohne Angaben zu den Informationsquellen zu machen.

Aus diesem Grund wurde versucht, das Schiff mit Hilfe von Schleppern zu bewegen, was sich aber ebenfalls als unmöglich erwies. Die Schiffbauer warnten davor, dass der Zustand der „Admiral Kuznetsov“ einen Stapellauf des Schiffes nicht zulasse, da die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass es umkippen und sinken würde. Der Schiffsrumpf sei zudem so stark korrodiert, dass sich mehrere Räume mit schlammigem Wasser gefüllt hätten, was wiederum eine weitere Inspektion des Schiffsinneren unmöglich mache, teilte der ukrainische Geheimdienst mit.

Laut HUR ist es vor diesem Hintergrund zu einem Streit zwischen der Werft und dem Management der russischen Flotte gekommen. Wie der Geheimdienst schrieb, würden die Konfliktparteien versuchen, sich gegenseitig die Schuld an der aktuellen Situation zuzuschieben. Laut Kiew verhängte das Flottenkommando gegen die Werftleitung eine Geldstrafe von anderthalb Milliarden Rubel (rund 20 Millionen Euro) wegen Nichteinhaltung der Reparaturfristen. Die Werksleitung wiederum erklärte, die Werft trage keine Schuld am beklagenswerten Zustand des Schiffes.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Leitung der Militärabteilung der Werft, die die Arbeiten beaufsichtigt hat, für schuldig befunden wird“, vermutete die HUR in dem Telegram-Post und fügte hinzu, dass es bislang nicht einmal einen groben Zeitplan für die Wiederindienststellung der Werft gebe Flugzeugträger. 2021 sollte das Kriegsschiff wieder in See stechen. Doch bereits im vergangenen Sommer gaben russische Staatsmedien bekannt, dass die Reparaturarbeiten mindestens bis Sommer 2024 andauern würden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare