Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Selenskyj stellt per Video auf dem G20-Gipfel Bedingungen für das Kriegsende

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Der ukrainische Präsident spricht beim G20-Gipfel per Video – und spricht über das Ende des Krieges. Selenskyj fordert wirksame Sicherheitsgarantien. Eine internationale Konferenz sollte eine Vereinbarung erarbeiten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beim G20-Gipfel einen Videoplan für ein mögliches Ende des Russlandkriegs vorgestellt. Dies erfordere einen Abzug der russischen Truppen und eine Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine, sagte der Staatschef beim Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer auf der indonesischen Insel Bali.

Für Russland nahm Außenminister Sergej Lawrow teil, der Kremlchef Wladimir Putin vertritt. „Ich möchte, dass dieser aggressive russische Krieg gerecht und auf der Grundlage der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechts endet“, sagte Selenskyj laut Redeprotokoll. Für die Ukraine braucht es nach dem Krieg „effektive Sicherheitsgarantien“. Für die Schaffung einer Sicherheitsarchitektur der Nachkriegszeit schlug Selenskyj eine internationale Konferenz vor, auf der ein Kiewer Abkommen geschlossen werden könnte.

Selenskyj forderte auch eine Verlängerung des Abkommens über den Export von ukrainischem Getreide, das durch die Türkei und die UN geschlossen wurde. Seit dem Ende der russischen Blockade im Schwarzen Meer habe das Land mehr als 10 Millionen Tonnen Lebensmittel exportiert, sagte er. Der Vertrag läuft am 19. November aus. Über eine Verlängerung wird verhandelt. Laut Zelenskyj könnten in diesem Jahr 45 Millionen Tonnen aus der Ukraine für die Ernährungssicherung der Welt bereitgestellt werden.

Selenskyj kritisierte erneut die gezielte Zerstörung der ukrainischen Energieinfrastruktur. Russland versuche, „Kälte als Waffe gegen Millionen von Menschen“ einzusetzen. Er warf Moskau vor, im Krieg mehr als 430 Kinder getötet und 11.000 Mädchen und Jungen nach Russland verschleppt zu haben. Die Kinder wurden von ihren Eltern getrennt. Er kritisierte beispielsweise das Internationale Komitee vom Roten Kreuz dafür, dass es nicht genug unternehme, um Zugang zu ukrainischen Kriegsgefangenen zu erhalten.

Selenskyj beklagte in seiner Rede nicht zuletzt die gravierenden Folgen des Krieges für die Umwelt in der Ukraine. Durch den Beschuss wurden unter anderem Millionen Hektar Wald verbrannt; Im Donbass wurden Kohlebergwerke überschwemmt und Millionen Hektar Land des Landes mit Schadstoffen verseucht. Mindestens 50.000 Delfine seien während des Krieges auch im Schwarzen Meer getötet worden, sagte Selenskyj. Der Krieg dauert seit mehr als acht Monaten an.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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