Dienstag, Juni 28, 2022
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"Sicher, ordentlich und legal" Amerika-Gipfel schließt mit Erklärung zur Migration

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Die amerikanischen Staaten wollen in Migrationsfragen enger zusammenarbeiten. Die Vereinigten Staaten wollen beispielsweise die legale Einwanderung erleichtern. Auf der anderen Seite hat US-Präsident Biden ein härteres Vorgehen gegen Menschenschmuggler angekündigt.

Am Ende des Amerika-Gipfels in Los Angeles haben 20 Länder eine gemeinsame Erklärung zur Migration verabschiedet. „Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise und die politischen Unruhen in autoritär regierten Ländern haben zu Rekordzahlen bei der Migration von Menschen geführt“, sagte US-Präsident Joe Biden am Freitag (Ortszeit) beim Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Los Angeles . „Keine Nation sollte diese Verantwortung allein tragen“.

Angesichts der großen Migrationsbewegungen zwischen Süd-, Mittel- und Nordamerika und der Karibik wollen die Staaten künftig enger zusammenarbeiten. Ziel der gemeinsamen Erklärung ist es, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern, die legale Arbeitsmigration zu erleichtern und den Kampf gegen Schlepperbanden zu intensivieren.

„Eine sichere, geordnete und legale Migration ist gut für alle unsere Volkswirtschaften“, sagte Biden. „Aber ein großer Teil der Migration ist inakzeptabel. Durch koordinierte Aktionen mit unseren regionalen Partnern werden wir unsere Grenzen schützen.“

Die US-Regierung kündigte an, im Geschäftsjahr 2023/2024 rund 20.000 Flüchtlinge aus der Region aufzunehmen und 11.500 Visa für Saisonarbeiter aus Mittelamerika und Haiti auszustellen. Zudem soll der Familiennachzug von Migranten aus Kuba und Haiti erleichtert werden. Kanada hat zugesagt, über 50.000 Saisonarbeiter aus Mexiko, Guatemala und der Karibik ins Land zu lassen.

Kolumbien und Ecuador wollen den zahlreichen Migranten aus Venezuela Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen erteilen, und Costa Rica hat den Nicaraguanern im Land Ähnliches zugesagt. Die US-Regierung hat 314 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe und Entwicklungsprojekte in den Ländern bereitgestellt, die eine große Zahl von Migranten aufgenommen haben.

Gleichzeitig soll der Kampf gegen kriminelle Organisationen intensiviert werden. „Wenn Sie verzweifelte Migranten für Ihren Profit ausbeuten, kriegen wir Sie“, sagte Biden. „In den ersten zwei Monaten unserer Schmuggelbekämpfung haben wir bereits 1.800 Verdächtige festgenommen.“

Aufgrund von Gewalt und Armut verlassen viele Menschen in der Region ihre Heimat und suchen anderswo nach besseren Lebensbedingungen. Rund sechs Millionen haben allein das krisengeschüttelte Venezuela verlassen und sich vor allem im benachbarten Kolumbien und anderen südamerikanischen Ländern niedergelassen. Hunderttausende Menschen machen sich jedes Jahr aus Mittelamerika auf den Weg in die USA.

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