Sonntag, Juni 26, 2022
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Sievjerodonetsk unter Dauerfeuer Gouverneur: Ukrainische Truppen halten Chemiefabrik

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Ukrainische Einheiten in Seyerodonetsk leisten weiterhin Widerstand. Nach Angaben der Behörden kontrollieren die Verteidiger immer noch die Azot-Fabrik, in der sich Hunderte von Zivilisten verstecken. Unterdessen meldet Kiew abgewehrte Angriffe russischer Truppen auf den Verkehrsknotenpunkt Bachmut.

In der Ostukraine gehen die Kämpfe um die Stadt Sievjerodonetsk in der Region Luhansk weiter. Die Lage dort sei die schlimmste im ganzen Land, sagte der Gouverneur der Region Lugansk, Serhij Hajdaj, in einer Videoansprache. „Es ist unmöglich, den Beschuss zu zählen.“

Viele Städte in der Region seien unter Beschuss, sagte Hajdaj. Besonders schwierig ist die Lage in der Stadt Toshkivka südlich des Verwaltungszentrums Sievjerodonetsk. Dort versuchten die russischen Angreifer, eine Verteidigungslinie zu durchbrechen. Teilweise gelang es den ukrainischen Streitkräften, den Feind aufzuhalten.

In Siewerodonezk sei die Chemiefabrik Azot beschossen worden, sagte Hajdaj. Der Industriestandort befindet sich jedoch noch immer unter ukrainischer Kontrolle. „Azot ist nicht blockiert. Auf den Straßen neben der Fabrik finden Kämpfe statt“, sagte Hajdaj im Fernsehen. Zuvor hatten die prorussischen Separatisten mitgeteilt, dass Zivilisten, die in den Bunkern der Industrieanlage Schutz gesucht hatten, das Werksgelände verlassen hätten.

Laut Hajdaj sind viele Menschen in Bunker gegangen, weil russische Truppen mit schwerer Artillerie auf Wohngebiete zielen. „Wahrscheinlich wollen jetzt alle fliehen, aber eine solche Möglichkeit gibt es derzeit nicht“, sagte Hajdaj. In mehreren Bunkern unterhalb des Azot-Werks haben sich nach ukrainischen Angaben rund 800 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter etwa 200 Beschäftigte des Werks und 600 Einwohner der Stadt.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs in Kiew sind bei den Kämpfen im Donbass russische Truppen im Bereich des wichtigen Verkehrsknotenpunkts Bachmut zurückgedrängt worden. Bis zu 150 Angreifer seien „vernichtet“ worden. Diese Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Der Generalstab in Kiew berichtete von zahlreichen Kämpfen im Osten des Landes, darunter insbesondere in der Region Slowjansk in der Region Donezk. Immer wieder komme es zu Luftangriffen auf zivile Infrastruktur, hieß es.

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