Mittwoch, Februar 8, 2023
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Skandal um gespendete Fahrzeuge Zelenskyj entlässt seinen stellvertretenden Büroleiter

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Erneut verliert ein Vertrauter des ukrainischen Präsidenten im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen seinen Job. Selenskyj entließ Timoschenko aus dem Vizepräsidentenamt, nachdem er beim Fahren eines von General Motors für den Einsatz an der Front gespendeten Geländewagens gesehen worden war.

Der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Timoschenko, hat nach Kritik an seiner Arbeit die Entlassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beantragt. Selenskyj kam der Bitte nach und entließ den Spitzenbeamten von seinem Posten, wie aus einem auf der Website des Präsidenten veröffentlichten Dekret hervorgeht. Timoschenko dankte Telegram Selenskyj für das Vertrauen und die Möglichkeit, in Kriegszeiten für das Land zu arbeiten.

Timoschenko hatte zuvor für Aufsehen gesorgt, weil er in einem US-SUV unterwegs war, den der Autokonzern General Motors für die Rettung von Bürgern aus den Kampfgebieten im Kriegsgebiet und für humanitäre Einsätze bereitgestellt hatte. Der Beamte hatte seine Reisen als Beamter verteidigt.

Selenskyj hatte in den vergangenen Tagen nach Skandalen um Korruption und Bereicherung im Staatsapparat ein entschiedeneres Vorgehen gegen Fehlverhalten angekündigt. Ein stellvertretender Minister wurde entlassen, weil er angeblich Bestechungsgelder für den Kauf von Stromgeneratoren angenommen hatte. Das Verteidigungsministerium wurde dafür kritisiert, Lebensmittel für Soldaten zu überhöhten Preisen gekauft zu haben.

Viele Bürger in der Ukraine verdächtigen Teile der Führung, sich im Zuge der großen Finanzhilfen aus dem Westen zu bereichern. Laut ukrainischen Medien wurde Timoschenko auch dafür kritisiert, seine Pflichten als Beamter in der Präsidialverwaltung in den Regionen zu überschreiten und sich auch politisch zu engagieren.

In der Ukraine stehen im nächsten Jahr Präsidentschaftswahlen an. Konkurrenz aus den eigenen Reihen muss Selenskyj fürchten. Zuvor war der externe Berater im Präsidialamt, Oleksiy Arestovych, zurückgetreten, dem immer wieder Ambitionen auf das höchste Staatsamt nachgesagt wurden. Arestovych zog damit offiziell die Konsequenzen aus einem „Fehltritt“. Er habe es für möglich gehalten, dass eine russische Rakete wegen des ukrainischen Flugabwehrsystems ein Wohnhaus in der südostukrainischen Stadt Dnipro getroffen habe. Mehr als 40 Menschen starben.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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