Donnerstag, Januar 27, 2022
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Skifahren trotz Omikron? Diese Regeln gelten für Winterurlauber

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Omikron hat Europa fest im Griff. Auf den lang ersehnten Winterurlaub möchten viele jedoch nicht verzichten. Auch wenn die Skigebiete in Österreich, Italien und der Schweiz wieder Touristen begrüßen, gibt es vor und nach der Reise einiges zu beachten. Die wichtigsten Corona-Regeln im Überblick.

Im vergangenen Winter mussten die Skier und Snowboards bei vielen Hobby-Wintersportlern im Keller bleiben. Aber dieses Jahr soll es wieder auf die Piste gehen. Aber die Pandemie ist noch nicht vorbei. Im Gegenteil: Omikron wütet in den Alpenländern und treibt die Infektionszahlen in schwindelerregende Höhen. Wer dennoch in den Winterurlaub fahren möchte, muss in diesen Tagen auf einiges achten. Skifahren ist in Österreich, der Schweiz und Italien wieder möglich, allerdings mit Auflagen. Die Corona-Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Ein Überblick:

„Trotz Omikron sind die Pisten fast normal“, schrieb kürzlich die österreichische Zeitung „Der Standard“ über den Wintertourismus im Land. In beliebten Skigebieten sollen viele Leute auf und neben den Pisten sein. „Manchmal scheint es, als gäbe es kein Corona.“ Aber der Schein trügt. Wie in vielen europäischen Ländern treibt Omikron auch in Österreich die Infektionszahlen wieder in die Höhe. Die Gesundheitsbehörden melden derzeit täglich mehr als 10.000 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei fast 680.

Trotzdem sind touristische Reisen nach Österreich möglich – allerdings unter verschärften Bedingungen. Urlauber aus Deutschland müssen entweder dreimal geimpft oder genesen sein. Jeder, der keine Auffrischimpfung hat und sich in den letzten 90 Tagen nicht erholt hat, muss einen PCR-Test einreichen. Ansonsten gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Ausnahmen gelten für Kinder unter zwölf Jahren.

Ohne 2G-Nachweis ist ein Urlaub in Österreich de facto nicht möglich, da die Regierung bereits im vergangenen Jahr einen sogenannten Lockdown für Ungeimpfte verhängt hat. Hotels dürfen in allen zugänglichen Bereichen nur Gäste unter 2G-Verordnung und mit FFP2-Maskenpflicht empfangen. 2G gilt auch in Restaurants und Seilbahnen. In den Skiliften muss eine Maske getragen werden. Après-Ski ist generell nicht möglich.

Bisher musste man in allen geschlossenen, öffentlich zugänglichen Bereichen eine FFP2-Maske tragen. Die FFP2-Pflicht wird nun erweitert. Außerhalb von Gebäuden muss eine solche Maske immer getragen werden, wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht gewährleistet werden kann.

Auch in der Schweiz hat sich die Corona-Situation mit dem Aufkommen der Omikron-Variante deutlich verschärft. Innerhalb von nur drei Tagen hat sich die Zahl der Infektionen auf aktuell 63.600 verdoppelt. Die siebentägige Inzidenz liegt bei über 2000. Angesichts der Viruswelle hat die Regierung im Dezember extrem strenge Einreisebestimmungen eingeführt: Wer einreisen wollte, musste einen negativen PCR-Test vorweisen, auch Schweizer. Inzwischen wurden die Regeln etwas gelockert. Bei geimpften oder rekonvaleszenten Patienten ist ein PCR-Test nicht mehr zwingend erforderlich – ein Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist, reicht aus. Wer nicht geimpft ist, muss sich jedoch vier bis sieben Tage nach der Einreise erneut testen lassen – und das Ergebnis dem Kanton melden.

Hat man es aber erst einmal im Skigebiet geschafft, ist es dort relativ entspannt. Geimpft, genesen, getestet – das spielt auf den Schweizer Pisten keine Rolle. Für den Wintersport gibt es bundesweit keine Einschränkungen. Nur in geschlossenen Gondeln muss wie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske getragen werden. Allerdings gelten in einigen Skigebieten strengere Corona-Regeln. Wer einen Skiurlaub in der Schweiz plant, sollte sich daher informieren, welche Massnahmen für das genaue Reiseziel gelten.

In Hütten, Restaurants und bei Kulturveranstaltungen in der Schweiz gilt hingegen generell 2G: Zutritt erhalten nur Geimpfte und Genesene. Große Gondeln und Waggons werden nur bis zu einer Auslastung von 70 Prozent eingesetzt.

Italien steht vor der Omikron-Mauer. Die Infektionskurve zeigt seit Mitte Dezember steil nach oben, eine Entspannung ist bislang nicht in Sicht. Im bei Winterurlaubern beliebten Südtirol melden die Behörden innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 2166 – ebenfalls ein neuer Höchststand. Im Kampf gegen die hochansteckende Variante hatte das Land seine Schutzmaßnahmen bereits im Dezember deutlich ausgeweitet. Bei der Einreise nach Italien ist nun zusätzlich zum Covid-Zertifikat ein zusätzlicher Test erforderlich – entweder ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Kinder unter sechs Jahren sind nicht betroffen.

In ganz Italien – und damit auch in den Südtiroler Skigebieten – sollten Urlauber ihren EU-Covid-Impfausweis zur Hand haben. Geschlossene Kabinen oder Seilbahnen können nur in Skigebieten mit dem sogenannten Green Pass genutzt werden. An vielen Orten wie den Dolomiten kann das digitale Zertifikat beispielsweise über eine App oder an der Kasse mit dem Skipass verknüpft werden. In Hotels und Restaurants gilt die 2G-Regel. Ein negativer Test reicht nicht.

In geschlossenen Skiliften wie Liften und Seilbahnen, aber auch in Skihütten ist eine FFP2-Maske Pflicht. Für die Benutzung geöffneter Lifte gibt es keine Vorschriften, aber auch beim Anstehen solltet ihr Abstand halten. Auch Italien hat Anfang des Jahres strenge Vorschriften zum Alkoholkonsum auf den Pisten eingeführt. Ab einem Niveau von 0,5 Promille droht betrunkenen Skifahrern eine Geldstrafe zwischen 250 und 1000 Euro – ab 0,8 Promille gilt es als Straftat.

Die Heimreise ist für Urlauber in Österreich unkompliziert. Für Rückkehrer gibt es keine Einschränkungen. Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft Italien und die Schweiz hingegen als Risikogebiete ein. Jeder, der aus einem solchen Gebiet zurückkehrt, muss ein Einreiseformular ausfüllen. Dies kann online erfolgen, bei Bedarf aber auch auf Papier. Ausgenommen von dieser Regelung sind Urlauber, die auf dem Heimweg nur durch ein Risikogebiet fahren.

Reisende ab sechs Jahren, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, müssen außerdem einen vollständigen Impfausweis, Genesung oder einen negativen Test vorlegen. Grundsätzlich ist eine zehntägige Quarantäne fällig – es sei denn, Sie sind geimpft oder genesen. Die Quarantäne kann dann durch Einreichen der entsprechenden Nachweise über das Upload-Portal der digitalen Eintragung sofort beendet werden.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind Kinder unter sechs Jahren von der Nachweispflicht befreit. Für sie endet die Quarantäne automatisch fünf Tage nach Einreise. Der BGV beschreibt auf seiner Website die Voraussetzungen für eine frühere kostenlose Prüfung.

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