Donnerstag, Dezember 1, 2022
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"Sonnen auf der Krim im Januar" Kiew: Keine Kampfunterbrechung wegen Minusgraden

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Werden die Fronten im Ukraine-Krieg im Winter zufrieren? Das Verteidigungsministerium in Kiew winkt ab: Auch bei Minusgraden wird es kein Ende der Kampfhandlungen geben. Unterdessen berichtet Präsident Selenskyj von andauernden schweren Kämpfen im Donbass.

Das Verteidigungsministerium in Kiew hat Spekulationen westlicher Medien und Militärs dementiert, dass es im Winter zu einer Kampfpause an den Fronten kommen könnte. „Wer wegen der Minustemperaturen im Winter von einer möglichen ‚Pause der Feindseligkeiten‘ spricht, hat sich im Januar wahrscheinlich noch nie an der Südküste der Krim gesonnt“, teilte die Agentur auf Twitter mit.

Unterdessen berichtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache von anhaltenden schweren Kämpfen im Donbass in der Ostukraine. Besonders das Gebiet um Donezk sei stark umkämpft, so Selenskyj. „Obwohl es aufgrund des sich verschlechternden Wetters weniger Angriffe gibt, bleibt die Zahl der russischen Artillerieangriffe leider hoch.“ Es gibt auch Berichte über Kämpfe aus der Region Luhansk. Allein am Sonntag hätten die Russen fast 400 Granaten abgefeuert, sagte Selenskyj.

Zuvor hatte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte von anhaltenden Zusammenstößen an verschiedenen Frontabschnitten im Osten des Landes berichtet. Bei Luhansk seien mehrere russische Vorstöße abgewehrt worden, hieß es.

Russland hat laut Selenskyj seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine bereits rund 4700 Raketen auf Ziele im Nachbarland abgefeuert. „Hunderte unserer Städte sind praktisch niedergebrannt, Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende nach Russland abgeschoben“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft an die internationale Organisation der Frankophonie, deren Vertreter sich im tunesischen Djerba trafen. „Und Millionen von Menschen haben die Ukraine verlassen, um in anderen Ländern Schutz vor dem Krieg zu suchen“, sagte er.

Allein am vergangenen Dienstag hat Russland fast 100 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. „Hunderte verschiedene Raketen gegen unsere Städte, gegen Wohnhäuser, gegen Unternehmen, gegen Kraftwerke“, sagte Selenskyj. Als Folge dieser Anschläge waren mehr als 20 Millionen Menschen zeitweise ohne Strom. Selenskyj bat die Mitgliedstaaten der Frankophonie um Hilfe. „Die Ukraine will wirklich Frieden. Aber um den Frieden wiederherzustellen, brauchen wir Unterstützung.“ Eine Rückkehr zum Frieden sei durchaus möglich, sagte er. „Aber es ist möglich, wenn jeder auf der Welt versteht, dass niemand auf der Welt einen einzigen Tag des Terrors verdient.“

(Dieser Artikel wurde erstmals am Sonntag, den 20. November 2022 veröffentlicht.)

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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