Sonntag, November 28, 2021
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Sorge um Corona-Variante Deutschland schränkt Flugverkehr mit Südafrika ein

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Großbritannien und Israel machen den Anfang, jetzt zieht die Bundesregierung nach: Auch hierzulande werden Reisen ins südliche Afrika wegen der neuen Corona-Variante eingeschränkt. Inzwischen meldet Israel den ersten bestätigten Fall.

Wegen der neu aufgetauchten Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung den Flugverkehr mit Südafrika drastisch ein. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass das Land ab Samstagabend als Virusvariantengebiet gilt. „Daher dürfen Fluggesellschaften nur deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern.“ Zudem müssten alle Angekommenen für 14 Tage in Quarantäne – auch wenn sie vollständig geimpft sind.

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn begründete die Entscheidung auf Twitter: „Wir bleiben bei der Einreise vorsichtig.“ Die geschäftsführende Bundesregierung bekam die neu entdeckte Variante. „Das Letzte, was uns jetzt fehlt, ist eine neue Variante, die eingeführt wurde und die noch mehr Probleme macht“, so Spahn weiter.

Auch die EU-Kommission will wegen der neuen, möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Brüsseler Behörde wird den EU-Staaten vorschlagen, die vorgesehene Notbremse auszulösen, um den Flugverkehr einzustellen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter.

Die Verbreitung einer neuen, potenziell sehr gefährlichen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat internationale Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1529 nicht nur aufgrund einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Mutationen hoch ansteckend ist, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Neben Großbritannien und Israel hat auch Japan den Flugverkehr auf die Staaten der Region vorsorglich eingeschränkt.

In Israel ist nach offiziellen Angaben eine Person identifiziert worden, die sich mit einer neuen Variante des Coronavirus infiziert hat. Bei zwei weiteren Personen handelt es sich um Verdachtsfälle, die noch auf ihre Testergebnisse warten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Sie befinden sich in Quarantäne. Eine Sprecherin der Behörde zur Corona-Bekämpfung bestätigte, dass es sich um die Variante B.1.1529 handelt, die aus dem südlichen Afrika stammt. Die infizierte Person sei aus Malawi nach Israel zurückgekehrt, teilte das Ministerium mit. Die anderen beiden sind ebenfalls aus dem Ausland zurückgekehrt. Alle drei Personen sind geimpft. Ihr genauer Status wird derzeit geprüft. Auch weitere Kontakte werden gesucht.

Bisher wurden in Großbritannien keine Fälle mit der neuen Variante identifiziert, die Dutzende von Mutationen aufweisen soll. Doch allein aus Südafrika kommen laut der Nachrichtenagentur PA täglich 500 bis 700 Menschen ins Land. In der Weihnachtszeit wird mit einer höheren Zahl gerechnet. PA zitierte einen Experten der britischen Gesundheitsbehörde mit der Aussage, dass B.1.1529 „die bisher schlechteste Variante“ sei.



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