Freitag, Juni 24, 2022
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Sorge vor illegalen Einwanderern Finnland will die Grenze zu Russland sichern

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Finnland hat eine 1.300 Kilometer lange Grenze zu Russland. Es soll nun mit einem Zaun gesichert werden. Helsinki basiert auf Warschaus Reaktion auf die von Weißrussland ausgelöste Flüchtlingskrise. Bis Ende Juni soll der neue polnische Grenzschutz fertig sein.

Die finnische Regierung bereitet ein Gesetz vor, um die Grenze zu Russland durch den Bau eines Zauns sicherer zu machen. Damit reagiert Finnland auf Befürchtungen, Russland könnte mit hybrider Kriegsführung gezielt Migranten anlocken, um sie zum Grenzübertritt nach Finnland oder in die EU zu bewegen. Weißrussland hat dies in der Migrationskrise an den Grenzen zu Polen, Litauen und Lettland gezeigt. Innenministerin Krista Mikkonen sagte, die Regierung werde auf Anraten des Grenzschutzes entscheiden, wo an der 1.300 Kilometer langen Grenze zu Russland Absperrungen errichtet werden sollen.

Die Sperrzone an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland wird am 1. Juli aufgehoben. Da die Arbeiten an einem hohen Zaun entlang der Grenze weit fortgeschritten sind, besteht keine Notwendigkeit mehr für die Beschränkungen, teilte das Innenministerium in Warschau mit. Allerdings darf man sich dem Zaun künftig nur noch bis auf 200 Meter nähern.

Im Spätsommer und Herbst vergangenen Jahres eskalierte die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze: Tausende Menschen versuchten, illegal in die EU einzureisen. Die Europäische Union warf dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, Migranten aus Krisengebieten organisiert an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben.

Polen rief zunächst in einem drei Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze den Ausnahmezustand aus, später wurde das Gebiet zur Sperrzone erklärt. Insgesamt sind 183 Ortschaften betroffen. Ausländer und Helfer haben bisher keinen Zutritt, Journalisten nur bei Führungen der Grenzschützer.

Die polnisch-belarussische Grenze ist 418 Kilometer lang, davon 186 Kilometer auf dem Landweg, der Rest durch Seen und Flüsse. Seit Anfang des Jahres errichtet Polen an den Landabschnitten der Grenze einen 5,50 Meter hohen Zaun mit Bewegungsmeldern und Kameras. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

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