Sonntag, Februar 5, 2023
StartNACHRICHTENSPD-Politiker bei "Lanz": Panzerstreit an Ampel: Roth greift FDP an

SPD-Politiker bei „Lanz“: Panzerstreit an Ampel: Roth greift FDP an

- Anzeige -

Nach langem Zögern der Kanzlerin schickt Deutschland Panzer in die Ukraine. Das funktioniert aber nur, wenn die FDP gleichzeitig Olaf Scholz angreift. SPD-Politiker Roth ist sauer.

Die Ukraine bekommt deutsche Leopard-Panzer, die Alliierten können auch liefern – die ewige Panzergruppe hat ein vorläufiges Ende. Entsprechend groß ist die Erleichterung bei vielen in der Ampelkoalition. Aber auch Frust und Streit sind groß.

Die Bundesregierung ringt um eine Entscheidung. „Das macht man zwischen Partnern nicht“, sagte SPD-Auslandsexperte Michael Roth am Dienstagabend Markus Lanz. Gemeint waren die harschen Worte der FDP gegenüber der Kanzlerin.

FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann traf vergangene Woche noch zögerlich auf Olaf Scholz. “, sagte er im Today Journal.

Der russische Präsident Wladimir Putin könnte sich „auf den Oberschenkel schlagen“. Und daran hat Scholz, dessen Kommunikation er als „Katastrophe“ bezeichnete, einen großen Anteil.

Roth verteidigte Bundeskanzler Scholz. „Ich finde diese Anpassung nicht gut“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.

Scholz bewies mit der Ankündigung des 100-Milliarden-Pakets für die Bundeswehr unmittelbar nach Kriegsbeginn in der Ukraine Führungsstärke. Und die Kanzlerin habe aus China eine „klare Botschaft“ an Russland bezüglich des Einsatzes von Atomwaffen herausgeholt. Andererseits gibt es immer wieder Kritik am Zögern von Scholz.

Sicherheitsexperte Christian Mölling beschrieb die Außenpolitik des SPD-Kanzlers wie folgt:

Scholz gelang es, in der Leopard-Frage „die Verbündeten auf seine Seite zu zwingen“. Aber, so Mölling weiter: „Ab sofort muss man für die Police einen Risikoaufschlag bezahlen, wenn man versucht, es mit Partnern durchzusetzen.“

Bei der nächsten großen Entscheidung werden sich künftig auch andere Länder fragen, ob sie „am gleichen Eiertanz“ teilnehmen sollen wie Deutschland. Das heißt: Ein großes Stück Vertrauen ist weg.

Deutschland geht es international immer schlechter, trotz großer Waffenlieferungen. Darin stimmte Roth zu: „Das ärgert mich auch“, sagte sie. Als Grund für das schlechte Deutschland-Image etwa auf Nato-Ebene nannte Roth „die Klugheit des Kanzlers“, „aber am Ende hat er den richtigen Weg eingeschlagen“.

Auch fiel es vielen SPD-Mitgliedern schwer, über ihren Schatten zu springen und entgegen der seit Jahrzehnten gebräuchlichen Parole zu sagen: „Frieden schließen mit Waffen“. Nur so kann der russische Imperialismus bekämpft werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare