Sonntag, November 28, 2021
StartNACHRICHTENSperren ist erlaubt "kein Tabu" Sein

Sperren ist erlaubt "kein Tabu" Sein

- Anzeige -


Kann nur ein Lockdown die vierte Welle brechen? Angesichts der hohen Fallzahlen wollen manche Politiker nichts mehr ausschließen. SPD-Chef Esken setzt zunächst auf eine verstärkte Kontrolle der 2G- und 2G-Plus-Regeln.

Nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hält Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock weder einen weiteren Lockdown noch die Einführung einer generellen Impfpflicht für ausgeschlossen. „Ich schließe nicht aus, dass weitere Schritte erforderlich sind, möglicherweise weitreichendere“, sagte Baerbock. Deshalb sei es wichtig, das Kommende zu nutzen, „um sich ein ehrliches Bild zu machen“. Auch eine generelle Impfpflicht schließen die Grünen nicht aus, sagt Baerbock. „Aber akut hilft es nicht, die vierte Welle zu bremsen.“

Konsequente Kontrollen der 2G- und 2G-Plus-Regeln sollen aus Sicht von SPD-Chefin Saskia Esken die vierte Corona-Welle brechen. Es sei wichtig, dass Polizei und Ordnungshüter die Einhaltung der Maßnahmen in Restaurants und anderswo überwachen, „damit wir die Kontakte insbesondere unter den Ungeimpften stark reduzieren können“, sagte sie ARD-„Morgenmagazin“.

Auch Esken wollte einen neuen Lockdown nicht kategorisch ausschließen. Auf die Frage, ob angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland nicht ein kurzer, harter Winter-Lockdown nötig sei, sagte Esken: „Wir sind der Meinung, dass wir Menschen geimpft haben, die in den letzten Monaten alles richtig gemacht haben, sich selbst geimpft haben nicht in den Lockdown geschickt werden kann, um insbesondere die Ungeimpften zu schützen.

Darüber hinaus habe aber jedes Bundesland die Möglichkeit, in Hotspots härtere Maßnahmen zu verhängen, so Esken weiter. „Stand heute und gestern und vorgestern würde ich nichts ausschließen, welche Instrumente wir in die Hand nehmen müssen, um diese Welle zu brechen.“ Es ist wichtig, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Dies gilt zum Beispiel vor allem für Kinder, die noch nicht durch eine Impfung geschützt werden können.

Im Kampf gegen die dramatische vierte Corona-Welle darf es nach den Worten des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) „keine Tabus geben“. Er schließe derzeit nichts aus, sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR). Er bezieht sich auf ganz Deutschland.

Auch Holetschek sagte, der Vorfall habe sich zuletzt auf hohem Niveau „etwas stabilisiert“. „Aber das Dramatische ist die Belastung der Krankenhäuser.“ In den Kliniken wird derzeit alles getan, um die Kapazitäten zu erhöhen. „Das Problem ist natürlich, dass es an Personal fehlt. Das brauchen wir natürlich, um die Betten bedienen zu können.“

In Bayern wurden angesichts der zahlreichen schweren Corona-Fälle Vorbereitungen getroffen, Intensivpatienten in andere Bundesländer zu verlegen. Die Zahl der Infektionen im Freistaat steigt seit einigen Wochen rasant an. In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 1.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gilt ein regionaler Lockdown.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich zu keinen weiteren Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie verpflichten. Der SPD-Politiker sagt im Deutschlandfunk, noch nie habe es eine solche Dynamik bei der Verbreitung des Virus gegeben wie derzeit. Daher konnte er nichts ausschließen. Er ist jedoch kein Fan von Impfpflichten und setzt darauf, dass angesichts der sich derzeit verschärfenden Situation noch viele Menschen von der Notwendigkeit einer Impfung überzeugt sein werden.



Quelllink

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare