Freitag, Juni 24, 2022
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Städteranking „Economist“: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt

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Nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen gehören viele europäische Städte wieder zu den lebenswertesten Metropolen der Welt. Laut dem „Economist“-Ranking schafft es Wien an die Spitze. Aber die drei größten Gewinner sind in Deutschland.

Wien ist wieder die lebenswerteste Stadt der Welt. Im diesjährigen Ranking des britischen „Economist“ landet Österreichs Hauptstadt erstmals seit Beginn der Pandemie ganz oben – wie schon 2018 und 2019. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Kopenhagen und Zürich.

Im Vorjahr war die Lebensqualität in europäischen Metropolen durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen deutlich gesunken. Im isolierten Inselstaat Neuseeland ging das Leben jedoch seinen gewohnten Gang, was der Stadt Auckland den ersten Platz sicherte. Allerdings sind mit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen Neuseeland, Australien und China im aktuellen Index wieder abgerutscht. Auckland beispielsweise belegt in diesem Jahr nur den 34. Platz.

Neben Wien und Zürich gelten auch viele andere deutschsprachige Metropolen als sehr lebenswert. Zu den größten Gewinnern gehören laut Ranking Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Die drei deutschen Städte verbesserten sich jeweils um rund 30 Plätze. Frankfurt schaffte es mit Platz sieben in die Top Ten, Hamburg und Düsseldorf belegten die Plätze 16 und 22.

Die verbesserten Werte seien auf die Eröffnung von Geschäften, Restaurants und Museen zurückzuführen, sagte Upasana Dutt, Leiterin des Index für Lebensqualität. „Die Bildung hat sich verbessert, da die Kinder wieder in die Schulen zurückkehren, und die Belastung der Krankenhäuser und Gesundheitssysteme hat sich erheblich verringert“, fügte sie hinzu. Die meisten deutschen Top-Städte schneiden bei Infrastruktur und Gesundheitsversorgung mit Bestnoten ab. Bei den Faktoren „Bildung“ und „Stabilität“ – also der Sicherheitslage – liegt Deutschland allerdings nicht in der Spitzengruppe.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde in diesem Jahr wegen des russischen Angriffskrieges aus dem Ranking ausgeschlossen. Die russischen Städte Moskau und St. Petersburg rutschten aufgrund von „Zensur“ und den Auswirkungen westlicher Sanktionen gegen Russland deutlich nach unten. Sie belegten den 96. bzw. 107. Platz von 172 Metropolen. Auch andere Städte wie Warschau und Budapest wurden aufgrund der geopolitischen Lage in der Region herabgestuft.

Letzter wurde erneut die kriegszerstörte syrische Hauptstadt Damaskus. Gewaltsame Konflikte und Terrorismus sind die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden. Auch Tripolis in Libyen, Lagos in Nigeria, Algier in Algerien und Teheran im Iran gehören zu den letzten Plätzen.

Aus Sicht der Studienautoren sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges das größte Risiko für die urbane Lebensqualität in den kommenden Monaten. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise könnten mancherorts Konflikte auslösen. „Auch dort, wo die Stabilität nicht bedroht ist, wird die Kostenkrise die Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Bildung dämpfen“, warnten sie.

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