Dienstag, Januar 25, 2022
StartNACHRICHTENStart-up GoStudent im Wert von über drei Milliarden Euro

Start-up GoStudent im Wert von über drei Milliarden Euro

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Ab einer Bewertung von einer Milliarde werden Start-ups mit dem Begriff „Einhorn“ geadelt. Die Wiener Nachhilfeplattform GoStudent bringt es bereits auf drei Milliarden.

Das österreichische Online-Nachhilfeunternehmen GoStudent hat in einer neuen Finanzierungsrunde 300 Millionen Euro eingesammelt. Mit der Finanzspritze werde das Start-up nun mit drei Milliarden Euro bewertet, sagte GoStudent. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Technologieinvestor Prosus aus Amsterdam. Weitere Geldgeber sind die Deutsche Telekom, Softbank Vision Fund 2 und das chinesische Internetunternehmen Tencent.

Bereits im vergangenen Juni hatte das Wiener Unternehmen 205 Millionen Euro eingesammelt und damit den Status eines „Einhorns“ erreicht, also eine Bewertung von über einer Milliarde Euro. Die neuen Mittel sollen dem strategischen Ziel des Unternehmens dienen, sagt Felix Ohswald, Mitgründer und Leiter von GoStudent: „Um das Ziel zu erreichen, Weltmarktführer im Bereich Nachhilfe zu werden, wird GoStudent weiterhin schnelles globales Treiben vorantreiben expandieren und in zahlreiche neue Länder expandieren, die über erhebliches Marktpotenzial verfügen.“

Im vergangenen Jahr expandierte GoStudent nach eigenen Angaben in 16 Länder. Das Unternehmen ist derzeit in 22 Ländern präsent, beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter und 15.000 Tutoren. In diesem Jahr plant GoStudent, mindestens sechs neue Märkte zu erschließen, darunter die USA, der asiatisch-pazifische Raum und die Region Naher Osten / Nordafrika.

Mitglieder können über die Plattform online einzelne kostenpflichtige Kurse für alle Schulstufen und Fächer buchen. Die Pandemie dürfte der Geschäftsidee einen weiteren Schub gegeben haben: Laut GoStudent hat sich die Zahl der monatlich gebuchten Nachhilfeeinheiten im Jahr 2021 verzehnfacht. Zum Jahresende wurde die 1,5-Millionen-Marke überschritten. Genauere Geschäftszahlen hat das Unternehmen noch nicht veröffentlicht.

Auch mit Blick auf einen möglichen Börsengang hält sich Firmenchef Ohswald zurück: „Das Marktumfeld für Börsengänge ändert sich ständig, daher ist dieser Schritt für uns noch etwas schwer vorhersehbar.“



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