Donnerstag, Januar 20, 2022
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Statistik 2021: Mehr als eine Million Tote

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Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind in einem Jahr so ​​viele Menschen gestorben wie 2021. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren es rund 1,02 Millionen. Die hohe Zahl ist nur teilweise durch das Coronavirus zu erklären.

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Todesopfer in Deutschland erstmals seit Jahrzehnten die Millionengrenze überschritten. Im Jahr 2021 starben in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes unter Berufung auf eine Sonderanalyse der vorläufigen Sterbefälle insgesamt rund 1,02 Millionen Menschen.

Allein 1946 gab es in der heutigen Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit mehr als eine Million Tote in einem Jahr – damals wurden rund 1.001.600 Tote registriert. Während damals schwierige Lebensbedingungen die hohe Zahl der Todesfälle erklärten, ist laut Statistikamt heute die Hauptursache die größere Bevölkerung und der höhere Anteil älterer Menschen.

Konkret starben im vergangenen Jahr 1.016.899 Menschen. Im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 stieg die Zahl der Toten um drei Prozent oder 31.327. Die Alterung der Bevölkerung erklärt diesen weiteren Anstieg nur teilweise, da die insgesamt steigende Lebenserwartung den Alterungseffekt abschwächt. Vor der Pandemie stieg die Zahl der Todesfälle jährlich um durchschnittlich ein bis zwei Prozent.

Das hat sich mit der Coronakrise geändert: 2020 stieg die Zahl der Toten um fünf Prozent gegenüber 2019 vor der Pandemie und 2021 um acht Prozent gegenüber 2019.

Im Laufe des Jahres 2021 lag die Zahl der Todesfälle nur im Februar und März unter dem Mittelwert der vier Vorjahre, in den restlichen Monaten zum Teil deutlich höher.

Vor allem im November und Dezember während der vierten Corona-Welle überstiegen die Zahlen den Vergleichswert. So starben beispielsweise im November 21 Prozent mehr Menschen und im Dezember 22 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt der vier Vorjahre.

Die gestiegenen Todeszahlen im Herbst lassen sich laut Statistikamt nur teilweise durch die Covid-19-Todesfälle erklären. Auch die „nicht gemeldete Zahl“ unerkannter Corona-Todesfälle oder die Verschiebung von Todesfällen innerhalb eines Jahres infolge der zu Jahresbeginn ausgefallenen Grippeepidemie könnten eine Rolle spielen.

Auch „die Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen“ könnten den Experten zufolge aufgedeckt werden. Allerdings können die Beiträge einzelner Effekte derzeit nicht quantifiziert werden. Die hohe Auslastung der Kliniken durch Corona führte bekanntlich dazu, dass planbare Behandlungen und Operationen frühzeitig in der Pandemie verschoben wurden. Zudem vermieden viele Menschen den Arztbesuch aus Angst vor einer Ansteckung.



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