Montag, Februar 6, 2023
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Stegner im "ntv starthilfe" Krieg ist "kein Social-Media-Event"

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Die SPD wisse noch nicht, ob sie Kampfpanzer in die Ukraine schicken wolle, sagt Außenpolitiker Stegner bei ntv. Er befürchtet, dass Deutschland Kriegspartei werden könnte – und kritisiert die lautstarken Befürworter einer Lieferung.

SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner verteidigte die Mitteilung von Bundeskanzler Scholz in der Debatte um die Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine. „Wichtig ist bei Krieg und Frieden, dass man keine lauten Interviews gibt, sondern vernünftig handelt. Das macht die Kanzlerin, die letztlich dafür verantwortlich ist“, sagte Stegner im „Frühstart“. NV.

Ob sie Leoparden liefern will, weiß die SPD noch nicht. „Natürlich wissen wir es nicht, weil der Beratungsprozess noch andauert.“ Viele Diskussionen finden hinter verschlossenen Türen statt. „Es gibt Dinge, die kann man nicht diskutieren, wie das nächste Fußballspiel.“ Es macht zum Beispiel wenig Sinn, öffentlich darüber zu diskutieren, was die Russen nach welchem ​​Schritt des Westens tun würden.

Der SPD-Außenpolitiker kritisierte die Äußerungen einiger Befürworter von mehr Waffenlieferungen. Manchmal wird herablassend von „Löwen“ gesprochen. „Das sind keine Zootiere, das sind Waffen, die fünf Kilometer entfernt fünfzig Menschen töten.“ Ziel muss es sein, den Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich zu beenden. „Das ist kein Social-Media-Event, Krieg ist etwas ganz Schreckliches. Und darunter leiden nicht die, die starke Worte äußern, sondern die direkt Betroffenen.“

Stegner warnte vor den Folgen einer möglichen Leopard-Auslieferung. „Man muss zum Beispiel die Frage beantworten: Ist es wirklich so, dass der Krieg schneller endet, wenn wir Kampfpanzer liefern, oder wird es am Ende nur mehr Kriegsopfer geben?“ So hörte er von amerikanischen Generälen Skepsis, dass der Krieg mit westlichen Kampfpanzern militärisch entschieden werden könne. Man muss also auch über diplomatische Optionen nachdenken. „China kann Russland beeinflussen und hat dies bereits nach dem Besuch von Olaf Scholz in Peking getan.“

Ziel ist es, die Ukraine bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig den Krieg zu begrenzen. Es muss sichergestellt werden, dass Deutschland keine Kriegspartei wird. Ob dies mit einer Lieferung von Kampfpanzern geschehen wird, ist laut Stegner nicht klar. Er selbst ist generell skeptisch gegenüber immer mehr und schwereren Waffen. Man musste sich auch fragen, was nach den Kampfpanzern kommen würde. „Werden als nächstes Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe kommen, werden wir irgendwann über Truppen sprechen?“

Laut Stegner stimmt es nicht, dass Deutschland der Ukraine nicht genug hilft. Es ist jetzt auch der zweitgrößte militärische Unterstützer nach den USA. „Deutschland ist nicht isoliert und alle anderen haben eine Meinung, aber es gibt unterschiedliche Positionen.“ Man sollte die schrillen Töne, zum Beispiel aus Polen, nicht für die Wahrheit halten. Die polnische Regierungspartei befindet sich derzeit im Wahlkampf. Die französische Regierung zum Beispiel klingt ganz anders. Trotz allem kann sich Stegner vorstellen, dass Deutschland am Ende Leoparden liefert. Es ist jedoch wichtig, dass dies in Abstimmung mit den transatlantischen Partnern geschieht.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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