Montag, November 29, 2021
StartNACHRICHTENSteigende Vorfälle will Kretschmer "Bergamo in Sachsen nicht zulassen"

Steigende Vorfälle will Kretschmer "Bergamo in Sachsen nicht zulassen"

- Anzeige -


„Niemand würde so fotografieren wie in Bergamo“: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die Kürzungen in seinem Bundesland verteidigt. Es schließt auch einen bevorstehenden Lockdown nicht mehr aus.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will mit allen verfügbaren Mitteln die vierte Corona-Welle unter Kontrolle bringen. „Wenn wir nächste Woche zu diesem Zeitpunkt erfahren, dass wir noch eine solche Infektion haben, dann werden wir gemeinsam darüber sprechen, was noch nötig ist – denn wir wollen Bergamo in Sachsen nicht zulassen“, sagte er am Donnerstagabend in einer Online-Diskussion .

Kretschmer spielte damit auf die dramatische Situation in der norditalienischen Stadt Bergamo im Frühjahr 2020 an. Bilder von Militärlastwagen, die massenhaft Särge transportieren, sorgten damals weltweit für Entsetzen. Sachsen war später das erste Bundesland, das in seinen Krankenhäusern auch Patienten aus Bergamo aufnahm.

„Niemand in Deutschland würde so fotografieren wie in Bergamo, auch nicht diejenigen, die immer noch der Meinung sind, dass alles nicht so schlimm ist“, sagte Kretschmer. Sie können die Pandemie nicht einfach laufen lassen. Was Sachsen gerade tue, sei notwendig – „und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr“, verteidigte er die aktuellen Kürzungen im Land. In Sachsen breitet sich das Virus im bundesweiten Vergleich am schnellsten aus. Die Inzidenz lag am Donnerstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 1074,6.

Kretschmer hatte einen Lockdown bereits vor Weihnachten ausgeschlossen. „Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Sie kann nur verhindert werden, wenn es ein gemeinsames Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten“, sagte er der „Sächsischen Zeitung“ (Donnerstag).

In der Online-Runde, an der auch Dynamo Dresden-Geschäftsführer Jürgen Wehlend teilnahm, sprach sich Kretschmer dafür aus, Fußballspiele in dieser Phase generell ohne Zuschauer auszutragen. „Entscheidend ist jetzt, dass überall in Deutschland keine Fans mehr im Stadion sind (…).“ Andernfalls würden die Infektionszahlen überall steigen und die Pandemie weiter zunehmen.

Kretschmer sprach sich erneut gegen eine Impfpflicht aus. Es ist besser, die Leute zu überzeugen. Vielleicht könnten neue Impfstoffe auch eine Brücke für jene Menschen schlagen, die noch nicht geimpft sind.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare