Sonntag, Februar 5, 2023
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Steuerdelikte bei Maskengeschäften Die Tochter des Ex-CSU-Generalsekretärs sitzt in Untersuchungshaft

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Zu Beginn der Corona-Krise schlug die Stunde der Wucherer. So verkauft die Tochter von Ex-CSU-Generalsekretär Tandler Masken zu völlig überhöhten Preisen an den Freistaat – bislang ohne rechtliche Konsequenzen. Nun könnten ihre Steuerdelikte bei dem Deal fatal enden.

Zwei Schlüsselfiguren der Maskenaffäre in Bayern sitzen wegen steuerrechtlicher Vorwürfe in Untersuchungshaft: Andrea Tandler, die Tochter des ehemaligen CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, und ihr Geschäftspartner Darius N. wurden „aufgrund beantragter Haftbefehle“ festgenommen der Staatsanwaltschaft München I beim Amtsgericht München ausgestellt und dort ausgestellt“.

Hintergrund sind laut Staatsanwaltschaft „steuerrechtliche Vorwürfe, die Gegenstand lang andauernder Ermittlungen sind“. Anfragen an die Anwaltskanzlei Tandlers blieben bisher unbeantwortet. Beide seien am Dienstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt worden – und beide Haftbefehle seien vollstreckt worden, die Angeklagten befänden sich also derzeit in Untersuchungshaft, sagte die Sprecherin. „Aufgrund des Steuergeheimnisses können wir keine weiteren Angaben zum zugrunde liegenden Sachverhalt machen“, fuhr sie fort – und sprach nur von steuerrechtlichen Vorwürfen.

Tandler soll für die Vermittlung von Maskenshops zu Beginn der Corona-Pandemie Aufträge in Millionenhöhe erhalten haben. Insgesamt ist von mehr als 48 Millionen Euro die Rede. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass gegen sie wegen eines Anfangsverdachts auf Gewerbesteuerbetrug ermittelt wird. Ein Sprecher von Tandler sagte unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe, die Anwälte rechneten damit, dass sich nach Einstellung des ersten Verfahrens „auch alle anderen Vorwürfe als unbegründet erweisen werden“. Tandler und ihr Partner wiesen „alle in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe“ zurück.

Tandler vermittelte zu Beginn der Pandemie ein großes Maskengeschäft an den Freistaat – das waren ungewöhnlich teure Schutzmasken zum Preis von 8,90 Euro pro Maske. Das Angebot stammte von einem Schweizer Unternehmen und war von Tandler an das bayerische Gesundheitsministerium herangetragen worden. Laut „Spiegel“ lag das Gesamtvolumen damals bei rund 700 Millionen Euro. Der Kauf kam zustande – auch wenn am Ende andere als die angekündigten Masken geliefert wurden. Tandler musste auch als Zeugin vor dem Masken-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags zum Sachverhalt erscheinen – damals verweigerte sie aber die Aussage durch ihren Anwalt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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